Rothen : Junges Musiker-Quartett begeistert in Rothen

Das Pelléas-Ensemble mit Elisabeth Grümmer (Oboe), Titus Maack, (Violoncello), Kirsten Maria Pientka (Viola) und Lisa Werhahn (Geige/ v.r.) beim Konzert im Gutshaus Rothen.
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Das Pelléas-Ensemble mit Elisabeth Grümmer (Oboe), Titus Maack, (Violoncello), Kirsten Maria Pientka (Viola) und Lisa Werhahn (Geige/ v.r.) beim Konzert im Gutshaus Rothen.

Das Pelléas-Ensemble gastierte beim einzigen Konzert dieses Jahres im Gutshaus. Jetzt geht der Blick auf „Musik in alten Mauern“ ab 20. Mai in vier Dorfkirchen.

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23. April 2017, 21:00 Uhr

Mit tosendem Beifall, in den sich Bravo-Rufe mischen, ergattern die Zuhörer noch eine Zugabe. Zum Abschluss des knapp zweistündigen Konzertes im Gutshaus Rothen hatten die jungen Musiker ein Stück von Ernest Moeran (1894-1950) gespielt. Das Pelléas-Ensemble, im Frühjahr 2012 von Elisabeth Grümmer (Oboe), Lisa Werhahn (Geige), Kirsten Maria Pientka (Viola) und Titus Maack, (Violoncello) gegründet, als sie der Sächsischen Staatskapelle Dresden angehörten, gastiert erfolgreich in ganz Deutschland. Es sei eines von wenigen Oboequartetten, hatte Hausherr Christian von Lehsten eingangs auf das Besondere dieses Konzertes aufmerksam gemacht.

Neben Werken von Mozart und Beethoven sowie Moeran erklingt Musik von Hans Gal (1890-1987), selten dargebotene Stücke. Für ein Streichtrio gebe es sehr viel, für ein Oboequartett aber nicht, sagen Grümmer und Werhahn im SVZ-Gespräch.

Von sanft und getragen bis temporeich und feurig wechselt das virtuose Spiel. Die Oboe mit ihren hellen Tönen wirkt bisweilen bewusst dominant, als müsse sie sich energisch gegen die Übermacht der Streichinstrumente durchsetzen. Der Musikerin verlangt das enormen Atem ab. „Das ist wie ein Marathonlauf“, vergleicht Grümmer schmunzelnd. Und im Unterschied zum Orchester, in dem jeder mal Pausen habe, werde bei Kammermusik durchgespielt.

Das Quartett, zwischendurch als Trio ohne Violoncello sowie als Streichtrio, musiziert voller Hingabe und perfekt im Zusammenspiel. Beim Cellisten seien die Noten vom Gesicht ablesbar, meint eine Sternbergerin leise. Der kleine Saal im Gutshaus, wie immer bei solchen Veranstaltungen voll besetzt, eigne sich perfekt für Kammermusik, sind sich Grümmer und Werhahn einig. Einfach schön sei auch die Umgebung, für sie als Stadtmenschen besonders. Gern kämen sie mit einigem Abstand wieder nach Rothen, dann mit neuem Programm.

Es ist das einzige Konzert dieses Jahr im Rothener Gutshaus. Nun gehe der Blick zu „Musik in alten Mauern“, einer Konzertreihe in den Dorfkirchen Dabel, Gägelow, Ruchow und Woserin, sagt Christian von Lehsten. Der Auftakt sei am 20. Mai.

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