Generationen im Austausch : Jung und Alt eng zusammen

Nettes Miteinander: Ottilie Schüning (r.) mit Patricia Schiemann
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Nettes Miteinander: Ottilie Schüning (r.) mit Patricia Schiemann

Förderschule gestern wieder mit schon traditionellem Adventsbasar im DRK-Seniorenzentrum zu Gast

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25. November 2015, 17:16 Uhr

Gestern hat die Sternberger Förderschule im DRK-Seniorenzentrum auf dem dort schon traditionellen Adventsbasar wieder viele Weihnachtsartikel zum Verkauf angeboten. Die Kinder stellen die Waren im Neigungs-, Hauswirtschafts- und Werkunterricht selbst her und lernen so unter anderem, Nahrungsmittel richtig zu verarbeiten, pfleglich mit ihnen umzugehen, Obst der Saison zu erkennen und preiswert einzukaufen. „Initiiert hat den Basar vor vielen Jahren der sehr rührige Förderverein unserer Schule, dem noch aktive wie ehemalige Lehrer und Eltern angehören“, sagt Gudrun Wille, die die Abschlussklasse im Schulteil Geistige Entwicklung führt. Sie war gestern mit ihrer Kollegin Ilona Diederichs, Sonderpädagogin im Bereich Förderschwerpunkt Lernen der Klassen fünf und sechs, sowie den Schülern Petra Maack, Timo Weiß und Patricia Schiemann vor Ort. Die Zehntklässlerin möchte im Sommer den Berufsreife-Abschluss erwerben.

Die Förderschule ist eine Einrichtung des Landkreises, die in die beiden genannten Bereiche unterteilt ist. Den 96 in ihnen betreuten Mädchen und Jungen stehen 14 Lehrer, sechs Erzieher und eine Schulsozialarbeiterin zur Seite. Erstaunlich ist die abgedeckte Bandbreite. Sie reicht von schwerst-mehrfacher Behinderung bis zum möglichen Abschluss der zehnten Klasse mit Berufsreife.

Im Angebot waren gestern unter anderem Marmelade, Saft, Schmalz, Kekse und Gestecke – letztere eine Gemeinschaftsarbeit von Mitgliedern des Fördervereins, Lehrern und Schülern. „Die Vorbereitung auf den Basar ist bei den Schülern sehr beliebt“, so Gudrun Wille. „Sie sind gefragt, eigene Ideen und beispielsweise Rezepte einbringen, was sehr gut ankommt.“

Die Mädchen und Jungen müssten lernen, dass ohne die Älteren nichts wäre, wie es heute ist, und ohne sie nichts gehe. Gleichzeitig freuten sich die Bewohner des Seniorenzentrums darüber, wie der Nachwuchs seine Ideen mit eigenen Händen in schöne Dinge umsetze.

Am 16. Dezember führen geistig behinderte Kinder der Förderschule in der dann für jeden Interessierten offen stehenden DRK-Einrichtung ab 10 Uhr ein weihnachtliches Programm auf, was ebenfalls schon Tradition sei, wie Seniorenbetreuerin Beate Trempmann bestätigt. Die Mädchen und Jungen gestalten zum Beispiel auch die Rahmen von ihr vorbereiteter Veranstaltungsankündigungen. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen sei sehr gut: „Hier freuen sich schon jetzt alle auf das Weihnachtsprogramm.“

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