Sternberg : Jetzt wird über volle Breite saniert

Fahrbahn und Gehweg in der Sternberger Philipp-Müller-Straße kommen auf die gleiche Höhe und werden als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Mit dem Neubau der Straße verschwinden auch die hässlichen Telefonmasten.  Fotos: Rüdiger Rump
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Fahrbahn und Gehweg in der Sternberger Philipp-Müller-Straße kommen auf die gleiche Höhe und werden als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Mit dem Neubau der Straße verschwinden auch die hässlichen Telefonmasten. Fotos: Rüdiger Rump

Die Philipp-Müller-Straße in Sternberg bekommt eine neue Fahrbahn und Versorgungsleitungen. Die Investition kam über den ersten Nachtrag in den Haushalt.

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20. April 2015, 21:39 Uhr

Die asphaltierte Fahrbahn ist eigentlich noch tipptopp und müsste nicht gemacht werden. Doch der Gehweg braucht umso dringender eine Erneuerung, die Betonplatten sind an vielen Stellen von schweren Fahrzeugen kaputt gefahren. Und hier liegt das Problem: Würde in der Philipp-Müller-Straße nur der Gehweg saniert, wäre es
eine Frage der Zeit, bis wieder Hand angelegt werden müsste. Denn die Fahrbahn ist schmal, zwei Pkw kommen bei gutem Willen gerade so aneinander vorbei, bei der Begegnung mit einem Laster heißt es jedoch, über den niedrigen Bordstein auszuweichen. Und das passierte mit den Jahren immer öfter, besonders beim Bau der schicken Ferienhäuser hinten am Sternberger See. So ist die Stolpergefahr ziemlich groß geworden und der Gehweg mit einem Rollator, den viele ältere Menschen nicht mehr missen möchten, unpassierbar.

Das ändert sich: Die Philipp-Müller-Straße wird komplett erneuert und auf 5,50 Meter ausgebaut. Sie bekommt über die volle Breite Betonsteinpflaster in einer Ebene, die Gehwege auf beiden Seiten entfallen. Die Straße wird als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, landläufig als Spielstraße bezeichnet. Hier sind Fußgänger und Fahrzeuge gleichberechtigt, müssen gegenseitig Rücksicht nehmen, und es darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

Die Stadtvertretung hat vorige Woche den Grundsatzbeschluss gefasst und über den 1. Nachtrag die geschätzte Summe von 263 820 Euro, einschließlich der Baunebenkosten von 34 510 Euro, in den Haushalt eingestellt. Der Zuschuss beträgt 145 000 Euro. Aus der alten Förderperiode hatte kurzfristig Geld zur Verfügung gestanden, so dass die Stadt handelte, wegen der Abrechnung der Fördermittel allerdings enorm unter Zeitdruck steht, wie Bürgermeister Jochen Quandt einräumt. „Als Fertigstellungstermin steht der 3. Juli. Dass der ganz schwer einzuhalten ist, wissen wir, aber wir halten daran fest.“

Ohne Fördergelder wäre der Ausbau der Straße keineswegs in diesem Jahr erfolgt, so Quandt. Nun ist vereinbart, dass in einem Zuge HanseWerk, ehemals E.on Hanse, die Erdgasleitung und die Stadtwerke Teile der Trinkwasserleitung erneuern sowie die Telekom ihre Kabel in die Erde verlegt. Letzteres hatte die Stadt bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED vergebens angestrebt. Alle drei Versorgungsträger sollten sich auf eine Baufirma verständigen. Das habe die Auftragsvergabe komplizierter gemacht, doch die sei nun seines Wissens auf einem guten Weg, so Quandt. In Einwohnerversammlungen sei im Februar über die Straßenausbeiträge und vorige Woche über das Verlegen der Telekomleitung informiert worden. Für das, was vom Hauptkabel aus zu den Häusern führe, müssten die Grundstückeigentümer selbst aufkommen. Es sei
sicher gestellt, dass ein Kabel bis zum bisherigen Anschluss zur Verfügung stehe.

Für das Fernsehkabel liege bei ihr schon ein Rohr bis zum Haus in der Erde, das werde nun mit genutzt, sagt Angelika Manthey. Für Beleuchtung und Straße hätten die Haushalte einen Kostenanteil um die 2300 Euro. „Der reißt erstmal ein Loch, doch ohne Fördermittel würde es viel teurer. Und wer weiß, was in fünf Jahren ist“, so Manthey. Sie wohnt seit 1979 schräg gegenüber dem Elternhaus in der Philipp-Müller-Straße. „Mein Mann und ich sind beide Ur-Sternberger. Nur geboren bin ich in Warin.“ Sie freue sich, dass der Gehweg jetzt erneuert werde. „Wir waren bestrebt, ihn sauber zu halten, haben die Fugen zwischen den Platten ausgekratzt. Das hat jeder gemacht, war aber manchmal ziemlich schwierig, ganz besonders das Schneefegen.“ Die Straße wird bestimmt „sehr hübsch“, meint die Sternbergerin. „Es sollen Bäume gepflanzt und Parktaschen angelegt werden.“ Durch das Pflaster werde es vielleicht etwas lauter, doch Raser gäbe es zum Glück nur vereinzelt.

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