Kobrow : Jetzt stehen hier 193 Fahrzeuge

Museumsführer Mathias Rittig (r.) weiß zu  jeder Kutsche eine Geschichte.
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Museumsführer Mathias Rittig (r.) weiß zu jeder Kutsche eine Geschichte.

Das Kobrower Kutschenmuseum hat die Ausstellungsfläche auf nunmehr über 3000 Quadratmeter erweitert.

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25. Juli 2014, 17:50 Uhr

Kutschen über Kutschen – vom US-amerikanischen Roofseat Break, erbaut zwischen 1880/90 bis hin zum reichlich verzierten tschechischen Leichenwagen aus der gleichen Zeit – sind im Kobrower Kutschenmuseum zu besichtigen. Jetzt wurde die Fläche mit privaten Mitteln nochmals erweitert auf nunmehr über 3000 m2.

Zur gestrigen offiziellen Eröffnung der größer gewordenen Ausstellungsfläche begrüßte Museums-Geschäftsführer Norbert Rethmann viele Gäste, darunter auch Landrat Rolf Christiansen. „Wir wollen wachsen von innen heraus, durch Mundpropaganda“, meinte Rethmann zur Begrüßung. Sein Museum sei, touristisch gesehen, ein wichtiger Teil in „dieser tollen Kulturlandschaft. Wir haben nicht jeden Tag so schönes Wetter“, meint Rethmann. Wenn’s regnet, sei dies ein fester Platz. Nicht nur Kinder könnten viel erfahren über die Entwicklung von der Kutsche zum Automobil. Nach der Erweiterung der Kutschenausstellung, die Zeugnis ablegt von der Rethmannschen Sammelleidenschaft, wolle sich seine Familie, so der Gastgeber, wieder zurückziehen und das Feld dem Museumsteam überlassen. Neben Leiterin Gea van Burgsteden sind dies Norbert Schönborn und Mathias Rittig.

Und Letztere wissen nicht nur zu jeder Kutsche spannende Details zu berichten, das Museum stellt sich auch der weniger schönen Zeiten der Geschichte. So stehen in Kobrow auch einst von Pferden gezogene Feldküchen aus den beiden Weltkriegen. „Im 1. Weltkrieg waren 1,5 Millionen Pferde im Einsatz. Und zum Ende des 2. Weltkrieges waren es , auch wenn es die Nazipropaganda tunlichst verschwieg, gar 2,7 Millionen Pferde. Nur ca. 25 Prozent davon kamen zurück“, erläuterte Rittig den gestrigen Zuhörern.

Neben Kutschwagen, Fuhrwerken und Schlitten sind in Kobrow auch diverse Preziosen wie Beschlagzeugtaschen, Picknickkörbe und Reiseaccessoieres aus der „guten, alten Zeit“ ausgestellt. Museumsräume und -café sind behindertengerecht erreichbar.


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