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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Oktober 2017 | 08:06 Uhr

Warin : Jetzt kann die Sanierung beginnen

vom

Innenminister Lorenz Caffier hat einen Förderbescheid für die Wariner Sporthalle überbracht. Ein Neubau wäre mehr als doppelt so teuer.

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2014 | 16:30 Uhr

Vormittags spielt sich hier der Sportunterricht der Grundschule ab, danach belegen bis in den Abend hinein die Vereine die Turnhalle. Doch die hat, in den 1970er-Jahren gebaut, ihre beste Zeit längst hinter sich. Zuletzt wurde sie, wenn Schnee auf dem Dach lag, sogar gesperrt. Vorsorglich, falls die weiße Last zu schwer würde.

Jetzt kann die Turnhalle von Grund auf saniert werden. Innenminister Lorenz Caffier, in der Landesregierung auch für den Sport zuständig, überbrachte der Stadt am Donnerstagnachmittag einen Förderbescheid über 200 454 Euro. In einer Grobplanung, die vor drei Jahren gemacht wurde, sind rund 550 000 Euro veranschlagt worden. „Damit wollen wir möglichst auskommen, obwohl die Baupreise in der Zeit bekanntlich gestiegen sind“, sagt Bauamtsleiterin Anke Mansour aus dem Amt Neukloster-Warin. Ein Neubau, der anfangs auch in Erwägung gezogen wurde, wäre mehr als doppelt so teuer geworden, fügt Planer Heinz-Josef Polzer aus Neukloster an. „Mit Projekten dieser Größenordnung verglichen, hätten Abriss und Neubau an die

1,5 Millionen Euro gekostet.“


Im Herbst soll Sanierung beginnen


 

Der Eigenanteil der Stadt, überhaupt die Voraussetzung für Fördermittel, ist im Haushalt 2014 eingeplant. In die Karten spielte den Warinern, dass für den Ausbau der Straße am Glammsee, die am Mittwoch abgenommen werden soll, unerwartet ein Zuwendungsbescheid für 95 Prozent der förderfähigen Kosten einging. Danach hat die Stadtvertretung beschlossen, das für die Straße vorgesehene Eigengeld umzuschichten.

„Nun ist der Planer wieder gefragt. Wir werden die einzelnen Maßnahmen genau besprechen, die Ausschreibung machen und im Herbst starten“, erklärt die Bauamtschefin. Es bleibe wenig Zeit, am
30. Juni 2015 ende der Bewilligungszeitraum, bis dahin müsse alles abgerechnet sein. Mit der Schule sei gesprochen worden, dass sie während der Bauzeit mit dem Sportunterricht ausweichen müsse.

Die Sanierung der Halle, die ihre Dienste geleistet habe, „gibt dem Standort eine Zukunft“, sagte der Minister. In Zeiten von Computer und Smartphone sei es wichtig, dass sich die Menschen dennoch bewegen, ob Kinder oder Erwachsene. Als Sportminister befürworte er eine dritte Pflichtstunde in den Schulen, so Caffier. Dafür müssten die Bedingungen vorhanden sein. Die Übergabe des Förderbescheids verband er mit der Bitte, nicht den billigsten, sondern den wirtschaftlichsten Firmen den Zuschlag zu geben und dabei Unternehmen aus der Region zu berücksichtigen. Wie die Bauamtsleiterin auf SVZ-Nachfrage sagte, ermögliche der so genannte Wertgrenzenerlass eine beschränkte Ausschreibung, an der mindestens fünf Betriebe beteiligt sein müssten.

Nun erhalte eine weitere Einrichtung für Kinder und Jugendliche ein neues Gesicht, hob Bürgermeister Michael Ankermann hervor. Aus dem einstigen Pfarrwitwenhaus sei das Haus der Zukunft geworden, in die frühere Grundschule eine Kindertagesstätte eingezogen und das Gebäude der vorherigen Regionalen Schule mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II saniert worden.

Von der Turnhalle muss die gesamte Außenhaut – Fassade, Fenster und Dächer – gemacht werden, sagt der Planer. Das Flachdach auf dem Sozialtrakt sei besonders marode. Der wurde innen schon saniert. „Was nutzbar ist, werden wir lassen“, so Polzer. Hallenboden, Heizungsanlage , Elektroinstallation werden komplett erneuert. Die Turnhalle erhält Prallschutzwände, neue Geräte und eine Schallschutzdecke. Ob die Dämmung von außen verstärkt oder in die Prallschutzwände integriert wird, stehe noch nicht fest. Sicher bewirke die Sanierung keinen Neuzustand, doch mit dem vorhandenen Geld, betont der Planer, solle ein Maximum erreicht werden, damit Sporttreibende in Warin die nächsten Jahrzehnte gute Bedingungen haben.

Mit Gedichten und Liedern bedanken sich die Schüler auf ihre Weise  für das Geld vom Land.
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Die Linedancer setzen den Schlusspunkt unter das kleine  Programm.
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