Neue Gemeinde Kloster Tempzin : „Jetzt ist viel Arbeit aufzuholen“

Alfred Nuklies (l.), am 21. Februar zum Bürgermeister der neuen Gemeinde Kloster Tempzin gewählt, wird auf der ersten Sitzung der Gemeindevertretung von Jochen Quandt als Beauftragter des Landkreises Ludwigslust-Parchim feierlich ernannt.
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Alfred Nuklies (l.), am 21. Februar zum Bürgermeister der neuen Gemeinde Kloster Tempzin gewählt, wird auf der ersten Sitzung der Gemeindevertretung von Jochen Quandt als Beauftragter des Landkreises Ludwigslust-Parchim feierlich ernannt.

Bei der ersten Sitzung der neuen Gemeindevertretung Kloster Tempzin wurden der Bürgermeister ernannt, die Stellvertreter gewählt und die Hauptsatzung beschlossen.

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17. März 2016, 05:30 Uhr

Zweieinhalb Monate konnte in Langen Jarchow und Zahrensdorf nicht eigenständig gehandelt werden. Nach der Fusion zur Gemeinde Kloster Tempzin zum Jahresbeginn führte Jochen Quandt, Bürgermeister und Leitender Verwaltungsbeamter im Sternberger Rathaus, als Beauftragter des Landkreises Ludwigslust-Parchim die amtlichen Geschäfte.

Am 21. Februar wurden Bürgermeister und Gemeindevertretung gewählt. Diese nahmen nun auf ihrer ersten Sitzung am Dienstagabend im Gemeindehaus Langen Jarchow die Geschicke von Kloster Tempzin in die eigenen Hände. Alfred Nuklies, der sich bei der Wahl mit 212 Stimmen gegen Sieghard Dörge (101) behauptet hatte, wurde offiziell als Bürgermeister ernannt. Dieser krempelte sprichwörtlich die Ärmel hoch: „Jetzt ist viel Arbeit aufzuholen, denn seit Jahresbeginn ist doch einiges liegen geblieben.“


1. Stellvertreter kommt aus Langen Jarchow


Über die beiden Stellvertreter konnte offen abgestimmt werden, da kein Antrag für eine geheime Wahl kam. Der Bürgermeister regte an, nach der Stimmenzahl bei der Wahl am 21. Februar zu gehen. Da lagen Christian Schlüter (116), Dieter Nuklies (108) und Tobias Teude (102) vorn. Sieghard Dörge widersprach, alle zehn Gemeindevertreter seien gleichberechtigt gewählt. Da der Bürgermeister Zahrensdorfer ist, sollten seine Stellvertreter aus Langen Jarchow und Tempzin kommen, schlug Michael Werner vor. Das konnte nicht aufgehen, weil aus Tempzin niemand der Gemeindevertretung angehört. Doch zumindest Langen Jarchow sollte vertreten sein, fand Alfred Nuklies und verwies auf die Fusionsverhandlungen, nach der beide bisherigen Gemeinden Bürgermeister und Stellvertreter stellen sollten. Einstimmig wurde Christian Schlüter aus Langen Jarchow als 1. Stellvertreter gewählt, Sieghard Dörge, zuvor in Zahrensdorf auf diesem Posten, als 2. Stellvertreter.

Bei der Hauptsatzung, deren Entwurf Rebekka Kinetz aus dem Amt Sternberger Seenlandschaft erläuterte, ging es überwiegend um Detailfragen, wie das Dienstsiegel. Der Hauptausschuss mit dem Bürgermeister und drei Gemeindevertretern, der die Aufgaben des Finanzausschusses wahrnimmt, berät nicht öffentlich. Für Gemeindeentwicklung, Bau und Verkehr sowie Tourismus, Fremdenverkehr und Umwelt wird zusammen ein Ausschuss gebildet, außerdem einer für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales und ein Rechnungsprüfungsausschuss. Deren Beratungen sind öffentlich. Sie sollen auf der nächsten Gemeindevertretersitzung besetzt werden, um sachkundige Bürger in die ehrenamtliche Arbeit einzubeziehen.

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