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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 11:44 Uhr

Dragun : Jeder sollte Verantwortung tragen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Regina Groß kandidiert im Wahlkreis 28 für Bündnis 90/Die Grünen für den Landtag in Schwerin

Am 4. September sind Landtagswahlen. Im Wahlkreis 28 Nordwestmecklenburg II, der die Gemeinde Insel Poel sowie die Ämter Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, Gadebusch, Lützow-Lübstorf, Neuburg und Neukloster-Warin umfasst, wollen acht Direktkandidaten die meisten Stimmen erringen und so direkt in den neuen Landtag einziehen (siehe nebenstehende Liste).

SVZ stellt sie vor – heute Regina Groß, die für Bündnis 90/Die Grünen in den Landtag einziehen will.

„Ich will helfen, dass jeder seine Verantwortung trägt.“ Dieses Motto, so Regina Groß, sei ihr ein äußerst inniger Herzenswunsch. Dabei setzt die Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen darauf, das persönliche Gespräch zu suchen. „Bis zur Landtagswahl kann noch viel passieren.“ Angesichts der aktuellen Umfragen könne das Ergebnis für die beiden etablierten Regierungsparteien ziemlich eng werden.
Vor 15 Jahren war die heute 54-Jährige den Grünen beigetreten, wenig später zog Regina Groß in den Kreistag von Nordwestmecklenburg ein. Gemeinsam mit zwei Parteigenossen, einem Liberalen und einer Abgeordneten der Rentnerpartei schloss sie sich dort zu einer Fraktion zusammen, deren Vorsitzende sie wurde. In der Ausschussarbeit wird diese Fraktion von sachkundigen Einwohnern unterstützt. „In den Sachfragen konkurrieren die Parteiprogramme nicht miteinander, sondern ergänzen sich.“ Diese parteiübergreifende Zusammenarbeit sei eine tragfähige Konstruktion. „Wir wollen die Kompetenzen und Stärken aus diesen drei Parteien bündeln und daraus eine ausgewogenen Kreispolitik gestalten.“ Dabei müsse nicht jedes Mal das Rad neu erfunden werden. Im Landesvorstand wurde Regina Groß Beisitzerin und gesundheitspolitische Sprecherin. Dabei zahlte es sich aus, dass sie 30 Jahre lang in der Gesundheitsbranche gearbeitet hatte. Heute arbeitet sie im Wismarer Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Terpe.

Regina Groß nimmt den ländlichen Raum ungemein wichtig. Hier müsse Entwicklung ansetzen, „damit keine jungen Menschen mehr gezwungen sind, aus beruflichen Gründen unser Land zu verlassen“. Auch für Ältere sei es deshalb wichtig, vor Ort politische Mitwirkungsmöglichkeiten zu eröffnen und zukunftsweisende Projekte aktiv mittragen zu können. „Das Dorf als überwiegende Bauform im Land muss wieder lebenswert werden.“ Dazu müsse der öffentliche Nahverkehr funktionieren, die nächste Schule und gesundheitliche Betreuung gut erreichbar und schnelles Internet flächendeckend installiert sein. „Attraktive Arbeitsplätze mit guter Bezahlung müssen eine Selbstverständlichkeit sein.“

Regina Groß weiß wovon sie redet, wenn sie die Probleme im ländlichen Raums benennt und lösen will. Sie selbst - verheiratet und Mutter zweier Kinder - lebt in einer infrastrukturell unterversorgten Region. Sie weiß es durchaus zu schätzen, dass sie ihre knappe Freizeit dort der Familie, der Gartenarbeit und der Pilzsuche widmen kann. „Doch die Lebensverhältnisse in unserem schönen Land müssen unabhängig vom Wohnort sein.“

 

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