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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 01:55 Uhr

Sternberg : „Irgendwann muss man aufwachen“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Sascha Krüger, einer der besten von der IHK ausgezeichneten Auszubildenden, war nicht immer ein Musterschüler.

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 18:15 Uhr

Am Montag kührte die Industrie und Handelskammer  Schwerin die besten Lehrlinge des vergangenen Ausbildungsjahres – unter ihnen Sascha Krüger aus Brüel. Nachdem er bereits eine Ausbildung zum Betonbauer mit Auszeichnung abschloss, den Beruf aus gesundheitlichen Gründen aber nicht mehr ausüben konnte, schlug er einen zweiten Bildungsweg ein.

Der 28-jährige stammt aus einer kaufmännisch orientierten Familie – der Vater arbeitet als Abteilungsleiter im Einzelhandel, die Mutter war früher im Chemikalienhandel tätig – und hat die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bei Edeka in Sternberg absolviert. Viviane Offenwanger sprach mit ihm.

Wie sind  Sie  zu Ihrer Ausbildung im Einzelhandel gekommen?

Sascha Krüger: Mich hat beim Einkaufen oft gestört, wenn beispielsweise drei verschiedene Joghurt-Kartons angefangen waren und kreuz und quer standen. Ich habe mich  selbst dabei erwischt, wie ich in den Supermärkten aufgeräumt habe. Da wusste ich, wenn ich nochmal etwas Neues anfange, dann im Lebensmittelhandel.

Waren Sie  schon in der Schule ein Überflieger?

Nein, um ehrlich zu sein war ich nicht gerade ein Musterschüler. Aber irgendwann muss man ja aufwachen. Außerdem lerne ich nicht. Ich finde es wichtig, zuzuhören und nachzufragen, wenn man etwas nicht versteht. Das muss reichen.

Was wollten Sie als Kind werden?

Mein Traum war immer das Fliegen. Ich wollte Pilot bei der Bundeswehr werden. Oder zur Not auch in der zivilen Luftfahrt.

Wie sehen Ihre nächsten beruflichen Ziele aus?

Ich möchte mich weiter hoch arbeiten. Am 1. Oktober beginne ich in Krakow eine Weiterbildung zum stellvertretenden Marktleiter. Ich kann mir auch vorstellen, mal eine eigene Filiale zu leiten.

Welches ist Ihr Lieblingsprodukt von Edeka?

Wahrscheinlich der Maracuja-Saft. Den hole ich mir am meisten.

Kaufen Sie  privat gern  ein?

Lebensmittel schon, alles andere nicht. Ich bestelle dann lieber im Internet, wenn es nötig ist.

Wenn Sie hinziehen könntest, wohin sie wollen, wohin würde es gehen?

Ich würde auf jeden Fall  in Mecklenburg-Vorpommern bleiben, denn hier ist es am schönsten.

Welche Situation erleben Sie auf Arbeit am häufigsten?

Dass Kunden mich fragen, wo ein bestimmtes Produkt steht und ich ihnen sagen muss, dass es genau hinter ihnen ist. Das ist fast täglich der Fall.

Können Sie  (wie in der Werbung) an der Fleischtheke die Wurst aufs Gramm genau abschneiden?

Meistens nicht, aber das erwartet auch niemand. Beim Hackfleisch klappt es aber ab und zu mal.

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Dann produziere ich Musik und lege auf. Meistens Electro oder House Musik. Nächstes Wochenende trete ich als DJ  sogar in Berlin auf.

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