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Sternfahrt nach Neuhof : Initiative Radweg L031 macht weiter

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zum dritten Mal gab es nun eine Fahrraddemonstration, um auf die Gefahren an der Landesstraße und die Notwendigkeit eines Radweges aufmerksam zu machen.

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erstellt am 08.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Trotz des Dauerregens am  Samstagnachmittag folgten etwa 20 Radfahrer von Warin, Jesendorf bzw.  Ventschow aus  der Einladung der Initiative Radweg L031 zur  Fahrraddemonstration  nach Neuhof. Dank der Begleitung durch die Polizei kamen sie,  wenn auch nass, doch heil in Neuhof an. Die Initiative mit Sprecherin Barbara Reimer rief  zum dritten Mal zur Sternfahrt auf, um auf die Gefahren an  der Landesstraße 031 zwischen Warin und Ventschow und die Notwendigkeit  eines  Radweges aufmerksam zu machen. Die schmale Straße   mit Leitplanken macht es Radlern unmöglich, einem Fahrzeug, vor allem den großen landwirtschaftlichen,  auszuweichen.

Sind Grundstücksfragen ungeklärt?„Hier muss ein Straßen begleitender, alltagstauglicher Radweg her und zwar jetzt“, fordert  Reimer. Das Problem:  Obwohl seit mindestens 2003  Anwohner um den Radweg kämpfen und er  auf der Prioritätenliste  des Landkreises Nordwestmecklenburg   ziemlich nach vorn gerückt war, wurde  er  plötzlich um einige Stellen wieder nach hinten verlegt. Angeblich sollen einige Grundstücksfragen nicht geklärt sein, erfuhren Barbara Reimer und auch Dettlef Lukat, Bibower Bürgermeister.

In der  halbstündigen Podiumsdiskussion mit der  Landtagsabgeordneten Martina Tegtmeier,  Adolf Wittek, Amtsvorsteher des Amtes Neukloster-Warin, dem Wariner Bürgermeister Michael Ankermann und Dettlef Lukat stellte Harald Lehmann, Mitglied der Initiative, die Grundsatzfrage: „Wie wollen, können Sie uns helfen, den Fahrradweg durchzusetzen?“

Martina Tegtmeier antwortete als erste: „Ich weiß ganz genau, wovon wir hier reden, denn ich habe im vergangenen Jahr selbst an dieser Sternfahrt mit dem Rad teilgenommen“. Als sie von der Platzverschiebung auf der Prioritätenliste erfahren habe, habe sie in der Kreisverwaltung nachgefragt. Einige Grundstücke, die für den Radweg benötigt würden, könnten nicht erworben werden, so die Auskunft. Sie werde sich jetzt darum kümmern, herauszubekommen, welche  dies seien. „Wenn das nicht geklärt ist, kann das Bauvorhaben nicht umgesetzt werden“.

Amtsvorsteher Wittek zeigte sich erfreut über die Initiative, sei aber zutiefst enttäuscht, dass es den Radweg noch nicht gebe, obwohl seit 2003 darum gekämpft werde. Auch er verspricht, jetzt intensiv mitzuhelfen, die „Sache mit der Prioritätenliste“ aufzuklären. Michael Ankermann: „Mir geht der Hut hoch, wenn ich höre, dass seit so vielen Jahren gekämpft wird und im Endeffekt sogar ein Rückschritt zu verzeichnen ist.“ Von den Grundstücksproblemen habe er erst hier und heute erfahren. „Dabei habe ich immer gesagt, wenn es Probleme gibt, kommt zu uns, wir gehen dorthin und klären das vor Ort!“ Er habe erfahren, dass auf der Insel Poel zwei Radwege vorgezogen worden seien, aber wenn man das Hinterland der Ostsee attraktiv für Urlauber machen wolle, müsse man auch etwas für eine vernünftige Infrastruktur tun und nicht dagegen arbeiten. Dettlef Lukat findet es „haarsträubend“.

„Von 2003 bis 2009 lag der Antrag beim Land, jetzt beim Landkreis. Damals aber scheiterte es an den Grundstücken, woraufhin wir ein Planungsbüro beauftragten. Inzwischen liegt uns ein konkreter Wegeplan vor, die Vermessungen sind erledigt und die Grundstücksfrage war geklärt. Jetzt wieder ein Rückschlag. Ich weiß nicht, welche Grundstücke das sein sollen?“, fragt er. „Der Radweg gehe immer von Ortsausgang bis  Ortseingang eines Dorfes. Innerhalb des Dorfes können es also keine Grundstückseigentümer sein. Und die Wariner Pflanzenbau eG hat sich ganz klar für den Radweg ausgesprochen, die kann es also auch nicht sein. Außerdem gibt es von Warin bis Hasenwinkel auch keine Probleme, da der Radweg dort auf der Abwasserleitung verlaufen soll. Das ist also schon alles geklärt.“ Auch er wolle sich nun darum kümmern,  das Problem aufzuklären und zu lösen. Barbara Reimer und ihre Mitstreiter jedenfalls kämpfen weiter, „hartnäckig wie eine Schmeißfliege“, bis sie ihr Ziel erreicht haben. 

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