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Naturpark Sternberger Seenland : Infos für Wanderer bald per Handy?

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Seit Mittwoch tagten Vertreter von 52 Naturparks aus der gesamten Bundesrepublik in Hasenwinkel. Als Abschluss fand ein Ausflug zu den Biberdämmen bei Blankenberg und ins FFH-Gebiet Obere Seen bei Sternberg statt.

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erstellt am 01.Okt.2012 | 11:17 Uhr

Blankenberg | Mit zügigen Schritten gehen die Teilnehmer des Deutschen Naturpark-Tages den kleinen Trampelpfad zwischen den beiden Bahndämmen bei Blankenberg entlang. Ihr Ziel sind die Biberdämme am Radebach. Dorthin führt sie eine Exkursion, welche im Rahmen des Deutschen Naturpark-Tages 2012 organisiert wurde. "Das was man über den Biber weiß, trifft bei unseren Tieren selten zu", erzählt Mario Krüger vom Naturpark Sternberger Seenland.

Während Krügers Schilderungen über das Verhalten der Biber im hiesigen Naturpark, stellen die Teilnehmer Fragen. Oder berichten über ihre Erfahrungen mit Bibern. Denn das ist Ziel des Deutschen Naturpark-Tages: Vertreter von Naturparks aus ganz Deutschland sollen sich ein Mal jährlich zum Erfahrungsaustausch treffen. In diesem Jahr fiel die Wahl erstmals auf den Naturpark Sternberger Seenland als Ausrichter der Veranstaltung.

Seit letzten Mittwoch tagten deshalb Vertreter von 52 Naturparks aus der gesamten Bundesrepublik in Hasenwinkel (wir berichteten). Am Sonnabend fand als Abschluss der Tagung ein Ausflug zu den Biberdämmen bei Blankenberg und ins FFH-Gebiet Obere Seen bei Sternberg statt. Jan Lippke, stellvertretender Leiter des Naturpark Sternberger Seenland, sieht es als Chance an, dass die Veranstaltung von ihnen ausgerichtet wurde. "Für uns war das eine hervorragende Gelegenheit, unsere Arbeit bundesweit zu präsentieren und uns mit Kollegen aus ganz Deutschland auszutauschen," resümiert er. Die Tagung brachte zudem neue Ideen für die Arbeit im hiesigen Naturpark. Besonders interessant fand Lippke die Schilderungen von Naturparkvertretern über die Verwendung von QR-Codes (siehe Infokasten). In manchen Naturparks würden diese bereits eingesetzt, sodass Wanderer mittels Handy ihren Weg finden könnten. Er könne sich vorstellen, dass man diese Techniken auch im Sternberger Seenland einführen könnte. "Wenn man die Codes zum Beispiel an Infotafeln im Naturpark anbringt, könnten Wanderer weitere Informationen per App über ihr Smartphone bekommen", so Lippke.

Auch die anderen Teilnehmer erhielten Anstöße für ihre Region. "Es hat mir sehr gut gefallen und die Veranstaltung war gut organisiert", sagt Rolf Eberhardt vom bayerischen Naturpark Nagelfluhkette. "Ich konnte hier sehr viel mitnehmen darüber, wie man biologische Artenvielfalt in einer landwirtschaftlich stark genutzten Natur erhalten kann", so Eberhardt.

Kollegin Christine Kober vom Naturpark Thüringer Schiefergebirge - Obere Saale interessierte sich vor allem für die Wanderwegsbeschilderung. Ihre Region sei - ähnlich wie hier - touristisch geprägt. "Wie können wir in touristischen Gebieten die Beschilderung sicherstellen" sei deshalb eine Frage, mit der sie sich ständig auseinandersetzen müsse. Die Kollegen aus dem Sternberger Seenland hätten hier eine gute Idee, weil sie statt Holz- größtenteils Metallschilder verwenden würden.

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