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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Oktober 2017 | 18:30 Uhr

Sternberg : In Sternberg sinken Gebühren

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Überschüsse der Stadtwerke bei der Abwasserbeseitigung werden ausgeglichen. Die Straßenreinigung wird auch für die meisten Bürger günstiger.

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Werden Gebühren geändert, gibt es fast immer die gleiche  Richtung – nach oben. In Sternberg ist das diesmal anders: Die Schmutzwasserbeseitigung wird für Bürger und Betriebe billiger. Die Stadtvertretung hat eine entsprechende Änderung der Satzung einstimmig beschlossen. Danach sinkt die Gebühr für so genannte Volleinleiter, das sind ganz normale Haushalte, von 2,53 auf 1,94 Euro pro Kubikmeter, für Kleinkläranlagen von 30 auf 27,50 Euro und für Teileinleiter (Biodieselanlage EcoMotion) von 5,06 auf 4,41 Euro pro Kubikmeter. Die Satzung gilt rückwirkend ab Jahresbeginn 2015. Für einen  durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt  mit einem Verbrauch von 60 Kubikmetern macht das übers Jahr eine Einsparung von ca. 35 Euro aus.

Zeitraum für Kalkulation nicht mehr als fünf Jahre

Die Reduzierung resultiert daraus, dass der Zeitraum für die Kalkulation  bei Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung nicht länger als fünf Jahre sein soll. Dann wird abgerechnet, welche Kosten tatsächlich angefallen sind. Und die Stadtwerke haben 2013 und 2014 Überschüsse von 317 000 bzw. 327 000 Euro erzielt. Daraus entstanden Rückstellungen, die mit der neuen Kalkulation für 2015 bis 2019 aufgelöst und nun den Gebührenzahlern zurückgegeben werden. Bürgermeister Jochen Quandt warnt jedoch, wenn die Kostenüberdeckung aus den Vorjahren aufgebraucht sei, müsse ab 2019 wieder mit steigenden Gebühren  gerechnet werden. „Es sei denn, es tritt eine große Kostenentlastung ein, aber die ist derzeit nicht absehbar“, so Quandt. Die jetzigen Preise seien nur möglich, weil sie „aus den Überschüssen praktisch subventioniert werden“.

Höhere Gebühren können  für manche Haushalte  künftig bei der Niederschlagsfläche anfallen. Diese werden gegenwärtig nur für die mit dem Haupthaus überbaute Grundstücksfläche und Parkflächen, die größer als 25 Quadratmeter sind, berechnet. Diese  Niederschlagsgebühr bleibt bei 36 Cent pro Quadratmeter, doch in Zukunft soll sie für alle befestigten, be- und überbauten Flächen, von denen Niederschlagswasser in die öffentliche Kanalisation gelangen kann, erhoben werden. Dazu werden sämtliche befestigte Flächen ermittelt.

Veränderte Klassen bei Straßenreinigung

Eine finanzielle Entlastung wie bei der Abwasserbeseitigung bringt den meisten  Sternbergern auch  die neue Gebührensatzung für die Straßenreinigung, der die Stadtvertretung ebenfalls einmütig zustimmte. Es wurden die Reinigungsklassen (RK) verändert und Straßen teilweise  neu zugeordnet. Die Gebühren werden nach der Grundstückslänge zur Straße berechnet. Zur  RK 0 gehört das Gewerbegebiet. Hier wurde vom ein- zum zweiwöchigen Rhythmus übergegangen und die Gebühr von 2,97 auf 2,02 Euro pro Meter reduziert. In der RK 2, ebenfalls 14-täglich, fällt die Einsparung mit fünf Cent von 2,03 auf 1,98 Euro geringer aus. Eine Besonderheit ist die RK 2a, erklärt Kämmerer Reinhard Dally. Hier werde ebenfalls

14-täglich gereinigt, aber es komme zum Winterdienst auf den Fahrbahnen der auf Geh- und Radwegen hinzu. Da in den Vorjahren Überschüsse anfielen, sinkt die Gebühr von 2,67 auf 2,10 Euro pro Meter. Neu zugeordnet neben Mecklenburgring und Güstrower Chaussee wurden hier auf Wunsch der Bürger Bahnhofstraße und Finkenkamp, so Dally. Als einzige verteuert sich die RK 1 von 2,64 auf 2,86 Euro pro Meter. Dazu zählt vor allem die Altstadt, wo wöchentlich gereinigt wird. Es wurde neu kalkuliert. Da es weniger Straßen wurden, die Kosten aber etwa gleich bleiben, verteilen die sich auf weniger laufende Meter, so die Begründung des Kämmerers.

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