Warin : In Löwengruppe „neu verlieben“

Sylvia Besch betreut seit kurzem die Löwengruppe. Gerade hat sie schweren Herzens ihre „süßen Großen“ in die Schule abgegeben. „Nun bin ich gerade dabei, mich wieder neu zu verlieben – in die Dreijährigen der Löwengruppe.
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Sylvia Besch betreut seit kurzem die Löwengruppe. Gerade hat sie schweren Herzens ihre „süßen Großen“ in die Schule abgegeben. „Nun bin ich gerade dabei, mich wieder neu zu verlieben – in die Dreijährigen der Löwengruppe.

Wariner Container-Kita „Die kleinen Sandhasen“ lud am Ziegelberg-Übergangsplatz zum 1. Tag der offenen Tür ein.

svz.de von
21. September 2015, 17:48 Uhr

Viele Eltern, Großeltern, aber auch Neugierige kamen am Freitagnachmittag, um sich anzuschauen, wie die Wariner Kindergartenkinder jetzt untergebracht sind. Niemanden störte es, dass aus hygienischen Gründen blaue Plasteschuhüberzieher angezogen werden mussten. Damit schlurften sie dann durch die Räume, an deren Türen z. B. Die Krabbelkäfer, Die kleinen Spatzen, Die Löwengruppe, die kleinen Sandhasen und die kleinen Füchse geschrieben steht. Und während die Kinder lieber draußen in der Sonne tobten, saßen Eltern gemütlich im provisorisch eingerichteten Café, genossen die vielen tollen Kuchen mit Kaffee und tauschten sich zur Kindererziehung oder ähnlichem aus.

Die Kindertagesstätte „Die kleinen Sandhasen“ des DRK KV Nordwestmecklenburg in Warin hatte zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Es war der erste Tag der offenen Tür, seitdem die ehemalige Kita der Volkssolidarität wegen Feucht- und Schimmelschäden aus dem alten Gebäude am Fritz-Reuter-Platz in einen geräumigen Container am Ziegelberg umgezogen ist. Mit dem Umzug zum 1. März dieses Jahres vollzog sich auch ein Trägerwechsel. Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Nordwestmecklenburg übernahm die Kita und mietete den Container an. Diesen hatte die Stadt Warin kurzfristig bereitstellen lassen und finanziert. „Abgesehen von dem Äußeren und dem etwas ungünstigen Standort haben wir hier sehr schöne Bedingungen“, so Marion Burmeister, die Kitaleiterin. „Unsere Eltern, aber auch die jungen Familien und Leute, die sich dafür interessieren, sollen hier heute Gelegenheit haben, sich alles anzuschauen.“

22 Krippen- und 40 Kindergartenkinder haben sich mit ihren Erziehern hier am Ziegelberg sehr gut eingelebt. Nicht nur, dass die beiden Krippengruppen jeweils einen separaten Schlafplatz sowie Wasch- und Wickelraum haben, die drei Kindergartengruppen in großen Gruppenräumen toben, spielen und lernen können; auch draußen ist viel Platz und einiges Spielgerät zum Schaukeln, Klettern und Buddeln. Insgesamt besuchen 92 Kinder die Kindertagesstätte, die sich jetzt nicht mehr „Kinderland“, sondern den Namen des Wariner Wahrzeichens „Die kleinen Sandhasen“ zugelegt hat. Davon sind aber die 30 Hortkinder derzeit direkt in der Schule untergebracht, weil sonst der Weg für die Schüler, die den Hort besuchen wollen, zu weit für sie wäre.


Im Janaur kommen
„Die kleinen Dinos“ hinzu


Im Januar des nächsten Jahres wird noch eine vierte Kindergartengruppe aufgemacht, an deren Tür wird dann stehen: „Die kleinen Dinos“. „Dann können wir auch wieder neue Krippenkinder aufnehmen“, erklärte die Kitaleiterin. „Das heißt, bis dahin sind wir erst einmal ausgelastet. Aber die Nachfrage nach der Unterbringung von Kindern ist groß, nicht nur aus Warin direkt. Die Warteliste reicht derzeit bis 2017.“

2017, im März, ist dann aber noch einmal ein ereignisreiches Datum, denn der letzte Umzug ist geplant. Denn die Unterbringung der Kindertagesstätte, „Die kleinen Sandhasen“ im Container ist nur vorrübergehend. Die Stadt Warin plant auf dem ehemaligen Penny-Gelände gegenüber dem Friedhof ein neues Kita-Haus zu bauen. „Das wird dann sehr schön zentral. Dann können auch die Hortkinder wieder zu uns kommen, denn die Schule ist in der Nähe. Von unseren insgesamt 13 Erzieherinnen, sind jetzt immer zwei in der Schule zur Hortbetreuung.“ Bis sie dann alle wieder vereint sind, ist die derzeitige Lösung eine gute Lösung. „Wenn die Stadtvertreter und Eltern nicht Druck gemacht hätten, säßen wir vielleicht heute noch im alten, ungesunden Haus“, so Marion Burmeister abschließend.  


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