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Appell an Vernunft der Bürger : In großen Teilen Warins ist Feuerwerk verboten

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In großen Teilen der Stadt Warin darf in der Silvesternacht kein Feuerwerk gezündet werden, da sich reetgedeckte Häuser, ein Pflegeheim und Kirchen in der Nähe befinden. Doch wie lässt sich das Verbot durchsetzen?

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erstellt am 27.Dez.2012 | 04:39 Uhr

Warin | In großen Teilen der Stadt Warin darf in der Silvesternacht kein Feuerwerk gezündet werden, da sich reetgedeckte Häuser, ein Pflegeheim und Kirchen in der Nähe befinden. Der Stadtvertreter und frühere Bürgermeister Hans-Peter Gossel (Für Warin) richtet an seinen Nachfolger Michael Ankermann (CDU) die Frage, was das Stadtoberhaupt macht, um einen entsprechende Verordnung von Landrätin Birgit Hesse zum Schutz der Häuser durchzusetzen. "Dasselbe wie mein Vorgänger", schlug Ankermann den Ball in Richtung des früheren Bürgermeisters zurück. Ankermann sieht keine Möglichkeit der Stadt, das Feuerwerksverbot durchzusetzen. Man müsse einfach auf die Vernunft der Bürger setzen.

Laut Verordnungen der Behörden in Wismar und Parchim dürfen im Umkreis von 200 Metern um reetgedeckte Häuser und andere sensible Bereiche keine Silvesterraketen gezündet werden. Das bedeute beispielsweise ein Feuerwerksverbot für die Ortsteile Groß Labenz, Pennewitt und im Dorf Mankmoos, erklärt Gossel.

"Wir können das natürlich nicht kontrollieren", sagt Petra Rappen, Pressesprecherin des Landkreises Nordwestmecklenburg zur vom Kreis erlassenen Verordnung. Es soll eine Vorsichtsmaßnahme sein. Man wolle auf sensible und brandgefährdete Bebauungen aufmerksam machen. Als solche gelten nicht nur reetgedeckte Häuser, sondern beispielsweise auch Pflegeheime und Kirchen. Wer in deren Nähe mit Feuerwerken zündelt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, bei der Strafen bis 10 000 Euro angedroht sind. "Den müssen wir aber erst einmal kriegen", räumt Rappen ein.

Ein Hauseigentümer aus dem Ortsteil Allwardtshof soll die Verordnung an seine Nachbarn verteilt haben, um für Verständnis zu werben.

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