Brüel : In diesem Garten summt es

Das Herzgespann ist dank ihrer haarigen Blätter eine Futterpflanze für die Wollbiene. Von Rita Klammer (4. v. r.) bekamen die Besucher im Naturgarten zur Theorie viele praktische Beispiele geliefert.  Fotos: Roswitha Spöhr
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Das Herzgespann ist dank ihrer haarigen Blätter eine Futterpflanze für die Wollbiene. Von Rita Klammer (4. v. r.) bekamen die Besucher im Naturgarten zur Theorie viele praktische Beispiele geliefert. Fotos: Roswitha Spöhr

Rita Klammer lud in Brüel zu „Hummeltagen“ ein. Besucher erfuhren viel über Biene und Co.

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20. Juli 2014, 23:20 Uhr

„Sie haben hier ja auch alle Möglichkeiten“, zeigte sich Klaus-Dieter Gottschlich im Naturgarten von Rita und Willfried Klammer in Brüel begeistert. Gottschlich und seine Frau machen Urlaub in Sternberg und nutzten am Sonnabend die Möglichkeit, bei den „Hummeltagen im Naturgarten“ mehr über Biene und Co zu erfahren. In ihrem 300 Quadratmeter großen Schrebergarten in Gera gebe es zwar ein Insektenhotel und auch unter der Hecke dürfe immer etwas liegen bleiben, erzählt Klaus-Dieter Gottschlich, ansonsten sei man in so einer Anlage aber an Regeln gebunden. „Das schreckt auch viele junge Leute ab, einen Kleingarten zu übernehmen“, pflichtete Rita Klammer bei. „Die wollen es bunt und summend im Garten.“

Auf ihrem 18 000 Quadratmeter großen Gelände, dem einstigen Chemiehandel, ist es bunt und summt es. Mit ihrer Hilfe konnten die Besucher denn auch etliche Wildbienen entdecken und erfahren, warum diese neben der Honigbiene – die auf Ertrag und Friedfertigkeit gezüchtet ist und ohne den Imker in industriell geprägten Gebieten nicht überleben kann –, so wichtig sind.

Es sind die Hummeln, die im Frühjahr als erste fliegen. Ihnen reichen bereits sechs bis acht Grad, die Honigbiene braucht zehn bis zwölf. Doch währen die dann bis zu drei Kilometer zurücklegt – bei Hunger auch bis zu acht Kilometer – , bringt es die Hummel nur auf einen Flugradius von 400 Metern. In dem Brüeler Naturgarten wachsen viele Futterpflanzen: Schmetterlings- und Lippenblütengewächse. „Typische Hummelpflanzen sind mediterane, am liebsten mögen sie Salbei und Lavendel. Dazu gehören aber auch Tomate, Paprika, Gurke, Zucchini, Schmetterlingsflieder, Stockrose, Kugeldistel, Rotklee, Taubnessel...“, nennt sie Beispiele. Überlebenswichtig sind Frühblüher wie Winterlinge, Krokusse, Haselnuss oder Weiden. Eine Königin braucht 6000 Blüten, um erste Arbeitshummeln ausbrüten zu können, erfahren die Besucher an diesem Vormittag.

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