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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 00:27 Uhr

Sternberg : Im Stadtwald fallen 100 Bäume

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Verkehrssicherung an der Bundesstraße erfordert den Einschlag und die Herstellung von Lichtraumprofil. Die Sternberger können Brennholz werben.

von
erstellt am 14.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Wer als Beifahrer im Pkw nach oben blickt, sieht ein grünes Dach über der Straße. Bei den jetzigen Temperaturen sehr angenehm, kann es etwa bei Herbststürmen zur Gefahr werden. Deshalb beginnen am kommenden Dienstag, 20. September, an der B 104 ausgangs von Sternberg in Richtung Brüel und Güstrow umfangreiche Forstarbeiten. Es handelt sich um Stadtwald, und deshalb ist Auftraggeber die Stadt. „Wir müssen unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen“, erklärt Bürgermeister Armin Taubenheim. Das gelte an Straßen, aber auch an der Bahnlinie, die EcoMotion von der Bahn übernommen hat und nur noch von dem Unternehmen genutzt wird.

Kontrolle jedes Jahr zwei Mal

Der Stadt gehören insgesamt ca. 140 Hektar Wald, vom Judenberg über mehrere Splitterflächen bis zum Heidberg verteilt. Bei einer Gesamtfläche von über 100 Hektar müsse diese von einem Forstbetrieb bewirtschaftet werden, so Taubenheim. Und das sei hier das Forstamt Schlemmin, zu dem unter anderem die Reviere Warin und Weiße Krug zählen. Für Letzteres trägt Frank Pfeiffer die Verantwortung. Er hat den Baumbestand im Sternberger Stadtwald gründlich kontrolliert und die Bäume gekennzeichnet, an denen Hand anzulegen ist. Danach müssen 100 Bäume gefällt und weitere 80 ausgeastet werden. Erstere sind mit einem blauen Kreuz markiert, die anderen mit einem blauen Punkt. Zwei Mal im Jahr werde kontrolliert, und zwar mit und ohne Laub. „Hier an der Bundesstraße ist es am dringendsten“, sagt Pfeiffer und zeigt gegenüber der Total-Tankstelle auf eine Douglasie und Eiche, deren Astwerk in relativ geringer Höhe weit über die Fahrbahn reicht. Für Busse oder große Lkw könnte es hier schon bald problematisch werden, wenn nicht das so genannte Lichtraumprofil hergestellt wird. „Alles, was in Richtung Straßenkörper wächst, muss weg“, so der Revierförster. Gleichzeitig werde Totholz herausgenommen, damit das nicht bei stürmischer Witterung auf die Straße fällt, ergänzt David Zenker, Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit im Forstamt Schlemmin. Zudem werden Sträucher, die zu nahe an die Straße gewachsen sind, etwa bis auf eine Baumlänge zurückgeschnitten.

Zum Fällen sind bereits tote und absterbende Bäume bestimmt. Bei Letzteren zeige sich schon von außen, wie die Fäulnis praktisch in den Stamm hinein krieche, so der Revierförster. Nachdem er die notwendigen Arbeiten aufgelistet habe, seien die von der Stadt ausgeschrieben worden. Den Zuschlag habe die Firma Fola Forst- und Landschaftspflege in Laage erhalten.

In Richtung Brüel sind unterhalb des Judenbergs zwischen dem Bahnübergang und der Einfahrt zu Fischer Frischke auf einer Länge von gut 1200 Metern Forstarbeiten vorgesehen, am Heidberg auf mehreren Flurstücken. Alles zusammen ergebe etwa zwei Kilometer, summiert Pfeiffer. Er rechne mit einer Dauer von mindestens zwei Wochen. Verkehrsteilnehmer müssten sich in der Zeit auf Einschränkungen einstellen. In welchem Umfang, das müsse die ausführende Firma klären. Die Bäume würden überwiegend nicht als ganzer Stamm gefällt, sondern in mehreren Abschnitten von oben weggenommen. „Bestenfalls die, die etwas in den Wald hinein stehen oder sich dorthin neigen, werden mit
einem Mal gefällt“, erklärt Frank Pfeiffer. Bei normalem Holzeinschlag an der Straße gelte zur Sicherheit ein Mindestabstand von zwei Baumlängen, fügt David Zenker an.

Die Bäume, die gefällt werden, oder was herausgeschnitten wird, steht den Sternbergern zur Eigenwerbung für Brennholz zur Verfügung, kündigt der Bürgermeister an. Das Holz müsse vor Ort selbst klein gemacht und abtransportiert werden. Ein Raummeter Weichholz koste fünf Euro, Hartholz wie Eiche und Buche zehn Euro. Ansprechpartner sei Horst Köbernick vom Allgemeinen Grundstücks- und Gebäudemanagement der Stadt unter Telefon 03847 / 44 45 88.

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