Weitendorf : Im Garten über Kultur geredet

Gartengespräch zur Kultur in der Gemeinde Weitendorf mit Nicole Kohröber, Dorothea Behrens, Angela Ludwig, Bürgermeisterin Andrea Sielaff, Anneliese Korth (v.l.).
Gartengespräch zur Kultur in der Gemeinde Weitendorf mit Nicole Kohröber, Dorothea Behrens, Angela Ludwig, Bürgermeisterin Andrea Sielaff, Anneliese Korth (v.l.).

Bürgermeisterin lud zum Gedankenaustausch auf ihre Terrasse ein: Themen von Chorgründung bis Freundeskreis

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13. Juni 2018, 05:00 Uhr

Könnte es in Weitendorf bald einen Chor geben? Eine Chorleiterin und erste Frauen, die gern mitsingen wollen, gibt es schon. Die Idee dazu entstand in einer abendlichen Runde von Kulturinteressierten aus Weitendorf und Sülten, die sich auf Einladung von Weitendorfs Bürgermeisterin Andrea Sielaff auf deren Terrasse zusammen gefunden hatten.

Sie habe versucht, ein bisschen Kultur in die Gemeinde hineinzutragen, sagte Sielaff, die erst seit einem Jahr als Bürgermeisterin agiert. Allerdings wünsche sie sich, dass ein paar mehr Besucher zu den Veranstaltungen kämen. Für das laufende Jahr sei erstes geplant, manches mit Terminen hinterlegt wie am 23. Juni die Mittsommer-Remise in Weitendorf und Kaarz, im September ein Jazzkonzert in Schönlage und eine Buchlesung, im Oktober Keramikmalerei mit Angelika Schmöhl aus Daberkow, im November eine Weinverkostung, im Dezember Weihnachtsfeiern für Kinder und Senioren, ein kleines Kinderkonzert in Sülten und das Weihnachtssingen mit Marco Ohde, einem gebürtigen Brüeler, der mit seiner Frau jetzt in Berlin lebt.

„Das war im letzten Jahr super“, wusste Angela Ludwig aus Weitendorf. Deshalb habe sie „ihn in die Pflicht genommen, dass er wiederkommt“, erklärte Andrea Sielaff. „Marco Ohde war aber auch von uns begeistert. Wir haben alle mitgesungen. Dieser Chor, der da entstanden ist...“, gab Ludwig das Stichwort.

„Gibt es Interesse an einem Chor?“, fragte Ann Neuendorf. Sie und ihr Mann Jan Neuendorf sind seit Dezember 2014 Eigentümer des Weitendorfer Gutshauses. Sie habe schon Chöre geleitet und sei bereit, das auch in Weitendorf zu übernehmen. Mehr noch, im Gutshaus stehe ein Klavier und das Haus habe eine tolle Akustik. „Wir würden das bei uns machen“, so Neuendorf.

Der Vorschlag gefiel nicht nur der Bürgermeisterin, die jetzt mit einem Aufruf Gleichgesinnte erreichen will. „Es müssen nicht nur Leute aus der Gemeinde mitmachen. Ich glaube, ich wäre mit dabei“, erklärte sie. Wer gern singt und sich dies in einem Chor in Weitendorf vorstellen könnte, kann sich direkt im Gutshaus melden.

Dass es wieder ein Weihnachtssingen geben soll, darüber war sich die Runde einig. Andrea Sielaff würde die Veranstaltung gern in der Sültener Kirche sehen, auch wenn es dort sicherlich kalt sei. Aber vielleicht könnten davor Feuerschalen aufgestellt werden und es heißen Holundersaft geben. Und einen Auftritt des neuen Chores?, kam es aus der Runde.

Als Vertreterin der Kirchengemeinde wusste die Weitendorferin Frauke Conradi, dass es in der Kirche zwar Öfen gibt, die aber defekt sind. Die Kirche sieht von außen gut aus, so Conradi, aber es gebe Dinge, die gemacht werden müssten. Für die Kirchengemeinde sei vorstellbar, dass sich aus Leuten, die die Kirche beleben wollen, ein Freundeskreis bilde.

Von vielen Ideen war an diesem Abend noch zu hören, wie der Möglichkeit, sich mit Yoga zu beschäftigen oder Anlauf für einen Trödelmarkt auf dem Platz vor dem Gemeindehaus zu nehmen. Alle drei Jahre wollen die Ortsteile gemeinsam ein Gemeindefest feiern, so wieder im nächsten Jahr. Weil der Aufwand dafür sehr, sehr hoch sei, müssten die Aufgaben aber sehr gut verteilt werden, war das Fazit der Runde.

Sobald Veranstaltungen mit einem Termin unterlegt sind, wird es eine nächste kurze Zusammenkunft geben, um abzustimmen, wer sich kümmert.

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