Ventschow : Im Ernstfall sicher helfen können

Legte einen Wundverband an: Ausbilder Gerhard Fischer . Fotos: Ines Engelbrecht
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Legte einen Wundverband an: Ausbilder Gerhard Fischer . Fotos: Ines Engelbrecht

Neuland: Erste-Hilfe-Kurs der Johanniter-Unfallhilfe für Kinder und Jugendliche der Sportgemeinschaft Ventschow/

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03. November 2014, 08:01 Uhr

„Ich mache den Erste-Hilfe-Kurs mit, weil ich Menschen gerne helfen möchte, wenn sie in einer Unfallsituation sind und ich die stabile Seitenlage anwenden kann“, sagte Johanna Daschke. Vieles was die Erste Hilfe anbelangt, hat die Neunjährige aus Hof Triwalk am Sonnabend dazu gelernt. Sie gehört der Sektion Reiten an, bei der Sportgemeinschaft (SG) Ventschow. Die veranstaltete am Samstag einen Erste-Hilfe-Kurs für ihre jugendlichen.

„Wir haben als Vereins erstmals dieses Angebot gemacht. Wenn einmal etwas beim Training oder Zuhause passieren sollte, sollen die Kinder und Jugendlichen gleich wissen wie sich verhalten und wie sie demjenigen helfen können. Das sie Ruhe bewahren, keine Angst haben müssen und selbstbewusst mit so einer Situation umgehen können. Die Kleineren lernen das spielerisch“, erzählte Cindy Post, Vereinchefin, Jugendwartin und Sektionsleiterin. Es herrschte ein derart reger Andrang, dass sie erwägt, im kommenden Frühjahr noch einmal einen Kurs zu starten. 14 Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahre, und 13 Kinder zwischen fünf bis 10 Jahren nahmen an der dreistündigen Ausbildung teil.

„Es ist für uns das erste Mal, dass ein Sportverein an uns heran getreten ist, um einen Erste-Hilfe-Kurs durchführen zu lassen. Dieser Kurs ist speziell ausgelegt für Kindergarten- und Grundschulkinder“, erzählte Gerhard Fischer. Er ist seit 2003 ehrenamtlicher Ausbilder bei der Johanniter-Unfallhilfe und bietet seit 2007 die Ausbildung bei Vorschul- und Grundschulkindern an. „Ich vermittle ihnen Grundlagen, zeige ihnen eine Wundversorgung mit Binden, Pflaster und Dreieckstüchern, zeige einen Kopfverband und Versorgung eines gebrochenen Arms“, so der 66 Jährige. Er hatte auch eine Rettungsdecke mitgebracht, an der die Lütten praktisch unterrichtet wurden. Ihnen zeigte der pensionierte Lehrer die stabile Seitenlage und erklärte, wie sie einen Notruf absetzen. Für den siebenjährigen Fußballer Marc war es wichtig, dass er weiß was er zu tun hat wenn ein Spielkamerad einmal am Boden liegen bleibt. „Ich habe erfahren, dass die Haut aus vier Schichten besteht“ erzählte Maia-Sophy ehrfurchtsvoll. Die Neunjährige gehört zu den Flummis, der Sektion Tanzen. Der achtjährige Fußballer Dominik wollte mitmachen, damit er helfen kann und er hat erfahren, wie die Rettungsdecke angewendet wird.

Melitta Sahl zeigte den Jugendlichen, wie der Helm vom Kopf eines Kradfahrers genommen wird. Die 45-jährige Intensiv-Schwester aus Pampow ist seit 1998 als Erste-Hilfe-Ausbilderin ehrenamtlich tätig. „Für die älteren Teilnehmer ist das gezeigte Wissen schon etwas umfangreicher. Ihnen demonstriere ich die Herz-Lungen-Wiederbelebung per manuellem Druck.“ Sandro Klee (13) und Eric Schröder (14) nahmen am Kurs teil, weil sie für ihre spätere Fahrerlaubnis den Nachweis benötigen. Im kommenden Jahr möchte Laura Reichle ihren Mopedführerschein machen. „In der Schule hatte ich schon am Dummi die Wiederbelebung geübt. Jetzt habe ich die Helmabnahme gelernt“, erzählte die 14-jährige Liessowerin. Alle Teilnehmer bekommen eine Erste-Hilfe-Urkunde.

Für die Verpflegung waren die Sportfrauen zuständig. Sie versorgten die Kursteilnehmer mit belegten Brötchen, heißer Bockwurst und Getränken. Die SG Ventschow zählt 190 Mitglieder, wovon fast 100 Kinder und Jugendliche sind.



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