Sternberg : Im Einsatz für unsere Leser

Privat und beruflich ein Team: Diana und Uwe Rischewski arbeiten gern als SVZ-Zusteller.
Privat und beruflich ein Team: Diana und Uwe Rischewski arbeiten gern als SVZ-Zusteller.

Diana und Uwe Rischewski sorgen auch in Corona-Zeiten dafür, dass die Zeitung pünktlich in die Haushalte kommt

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08. April 2020, 19:15 Uhr

Viele sind jetzt gezwungen, zu Hause zu bleiben. Für Diana und Uwe Rischewski klingelt auch in der Corona-Krise mitten in der Nacht der Wecker. Die beiden Zeitungszusteller stehen um 1.30 Uhr auf, ausschlafen können sie nur an den Sonntagen. „Daran gewöhnt man sich“, sagt Diana Rischewski.

Damit unsere Leser täglich ihre Zeitung trotz vieler Einschränkungen durch Corona erhalten, sind Redakteure, Drucker, Lkw-Fahrer, Fuhrunternehmen und viele, viele Zusteller, so wie Diana und Uwe Rischewski, auch jetzt am Start. Dafür ihnen allen ein herzliches Dankeschön.

Uwe Rischewski hatte sich nach der Wende als Boten- und Kurierfahrer selbstständig gemacht. Die Firma, für die er unterwegs war, ging in Insolvenz. So übernahm er eine Urlaubs- und Krankheitsvertretung von Zustellern. Das war vor elf Jahren. Längst ist daraus eine Festanstellung geworden. Noch nicht ganz so lange, acht Jahre, gehört auch Diana Rischewski zum Team.

„Wir machen alles zusammen, da macht es mehr Spaß“, sagt die 52-Jährige und lacht. Aus dem Haus gehen sie um 2 Uhr. „Eine Tasse Kaffee muss sein, dann geht es los“, verrät ihr Mann. Inzwischen ist das Ehepaar für vier Bezirke in Sternberg zuständig. Mit dem Auto unterwegs kämen in einer Nacht so um die 30 gefahrene Kilometer zusammen, sagt der 54-Jährige. In Sternberg aufgewachsen, kenne er hier jeden Winkel. Und durch die Arbeit als Zusteller „kennt uns hier auch jeder“.

Wenn sie gegen 6 Uhr wieder zu Hause sind, „wird sich für eine, eineinhalb Stunden hingepackt. Frühstück gibt es erst danach“. In der Nacht und auch bei Wind und Wetter unterwegs zu sein, störe sie nicht, stimmen beide überein. Und kommen ins Schwärmen, wenn sie davon erzählen, welche tollen Bilder sie auch nur dann zu sehen bekommen, „vom Sonnenaufgang oder wenn der Mond aufs Wasser scheint oder der erste Schnee liegt und wie Diamanten glitzert“. Und sie hören auch immer noch gern das Zwitschern der Vögel am frühen Morgen. Aber es gebe auch brenzlige Situationen, wenn wie vor den Karpfenteichen plötzlich Wildschweine über die Straße laufen oder Hirsche am Ortseingang von Sagsdorf. Und natürlich bekämen sie auch Rehe und Füchse zu Gesicht.

Diana und Uwe Rischewski sorgen aber nicht nur dafür, dass die Schweriner Volkszeitung und der Express in die Haushalte kommen. Beide sortieren und verteilen vormittags in ihren Bezirken auch die Post, die über die Logistik-Service-Gesellschaft M-V zugestellt wird: Briefe, Kataloge und Zeitschriften. Wobei dann jeder allein unterwegs ist. Sie übernimmt alles, „was dicht bei ist“ zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Einen Service gibt es für Firmenkunden, deren Post nachmittags abgeholt, sortiert und für die Lieferung zur Logistik-Service-Gesellschaft bereitgestellt wird.

„Wir spüren, wie dankbar die Leute sind, dass sie morgens ihre Zeitung im Kasten haben. Das ist doch ein Zeichen dafür, dass unsere Arbeit geschätzt wird“, freut sich Diana Rischewski. Wenn die Zustellung einmal nicht zu der gewohnten Zeit erfolge, „was selten vorkommt“, würden sie bei nächsten Treffen gleich gefragt werden, ob sie krank waren oder verschlafen haben, sagt sie.

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