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Wir in Zahrensdorf : Im Dorf trägt vieles seine Handschrift

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bei „Stahl & Bau Schlosserei“ Liese steht die zweite Generation bereit

von
erstellt am 05.Okt.2015 | 12:00 Uhr

„Ich habe niemals überlegt, weg zu gehen. Ich bin ortsansässig, hier kennt man mich“, begründet Manfred Liese mit einem Lächeln, warum er mit seiner Firma „Stahl & Bau Schlosserei“ seinem Dorf seit 59 Jahren die Treue hält.

Der gelernte Werkzeugmacher hat nach einigen Jahren in Anstellung seinen Meister gemacht und noch zu DDR-Zeiten den Antrag auf Selbstständigkeit gestellt. Warum er das denn machen wolle, mit zwei kleinen Kindern?, erinnert er sich noch heute an die Nachfragen vom Rat des Kreises Sternberg. Die Gewerbeerlaubnis für „Schlosserei- und Schmiedearbeiten“ wurde schließlich doch erteilt und Manfred Liese eröffnete am 1. Mai 1989 eine kleine Werkstatt auf dem eigenen Grundstück gegenüber dem Wohnhaus. Knapp zehn Jahre später erfolgte ein Komplett-Umbau der Scheune zur Werkstatt.

Waren es anfangs vor allem Fenster und Türen, die einbaut werden mussten, arbeiten er und sein Team jetzt vor allem im Stahlbau, fertigen und setzen Zäune, Treppen, Geländer. Viel nachgefragt wird Edelstahl. Es gebe wohl kaum ein Haus in Zahrensdorf, in dem er nicht drin gewesen sei, bilanziert er. Zu seinen größeren Auftraggebern gehört die Sternberger Wohnungsbaugesellschaft, für die „wir viel und gerne arbeiten“. Der Zaun auf dem Dorfplatz in Zahrensdorf trägt seine Handschrift ebenso wie das große Spielhaus am Blankenberger Badestrand. Wenn er als Handwerker gefragt ist, mache es besonderen Spaß. „Wenn es um Lösungen geht, beispielsweise für eine Treppe, die man nicht im Baumarkt kaufen kann“, sagt Manfred Liese und wenn das Ergebnis den Kunden dann hundertprozentig überzeugt.

Zu seinem kleinen Team gehören neben Mitarbeiter Volker Knuth auch Lieses Ehefrau Sabine und Sohn Lars. Er habe seinen Sohn nie dazu gedrängt, in seine Fußstapfen zu treten, sagt der Vater. Um so mehr freut er sich darüber, dass mit dem 28-Jährigen, der vor zwei Jahren seinen Meisterabschluss gemacht hat, die Betriebsnachfolge gesichert ist. „Ich bin sehr stolz auf ihn, auch, dass er jahrgangsbester Meister geworden ist“, strahlt Manfred Liese.

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