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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 06:53 Uhr

Wendorf : Im Beruf „fröhlich jung geblieben“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Marlies Freitag nimmt nach 44 Jahren in der Heimerziehung heute Abschied vom Berufsleben

von
erstellt am 28.Apr.2016 | 05:13 Uhr

Den heutigen Tag hat Marlies Freitag mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen gesehen: Nach 44 Jahren im Beruf nimmt sie offiziell Abschied. Die Wendorferin ist Pädagogische Leiterin im DRK-Jugendhaus in Crivitz.

Ihre erste Stelle trat sie 1972 als frisch ausgebildete Heimerzieherin in Wendorf an. Im dortigen Schloss wohnten 50 Heimkinder. „Ich war begeistert von dem Haus. Alles war neu eingerichtet“, sagt sie. Mit dem Dorf aber, in dem doch recht wenig los war, habe sie als ledige junge Frau und aus Plau am See kommend, schon ein bisschen gehadert, gibt sie zu. Für die Arbeit aber schien es ein Vorteil gewesen zu sein. „Wir gehörten ja zur Volksbildung. Wir waren in Wendorf eigentlich gut dran. Wir hatten selten Besuch von der Bezirksverwaltung. Fahrzeuge waren knapp“. Marlies Freitag arbeitete als Heimerzieherin in einer Gruppe mit 20 Kindern.

Nach dem Studium zur Diplom-Pädagogin übernahm sie 1989 die Leitung des Kreiskinderheimes in Wendorf. Inzwischen war sie hier auch familiär angekommen. Ihr Mann unterrichtete als Lehrer an der Polytechnischen Oberschule im Dorf.

„Wir haben auch zu DDR-Zeiten schon von lebensnaher Erziehung gesprochen. Es ärgert mich, wenn heute übel nachgeredet wird. Natürlich war es auch eine Zeit, die der Gesellschaft zugeschrieben war“, sagt die 63-Jährige rückblickend.

„Spannend“ wurde es ab 1989. Marlies Freitag erinnert sich noch gut an die SVZ-Schlagzeile „Was soll aus dem Schloss werden?“ Nachfahren der ehemaligen Eigentümer hatten angekündigt, bei einer Nutzungsänderung im Haus Rückübertragungsansprüche geltend zu machen.

Ungern spricht sie über das „Projekt Brüel“.  

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.

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