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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. August 2017 | 17:51 Uhr

B 104 : Illegaler Protest an Straßenbäumen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bürgerinitiative distanziert sich von Nacht-und-Nebel-Aktion entlang der B 104

Polizei, Ordnungsamt und Straßenbauamt wussten bei unserer Anfrage gestern Vormittag noch nichts davon: An der B 104, rund 200 Meter entfernt von der Keezer Kreuzung, sind auf beiden Seiten jeweils sechs Straßenbäume mit Farbe verschandelt worden. Unter einem Andreaskreuz steht noch ein kleiner Buchstabe. Daraus ergibt sich in beide Richtungen der Schriftzug Kuhpon. Dem Unternehmen gehört der Agrarhof Brüel, der etwa auf dieser Höhe eine riesige Milchviehanlage sowie dazu gehörige Gülle- und Gärrestebehälter bauen will. Vermutlich haben Gegner dieses Vorhabens zum Farbeimer und illegalen Protest gegriffen.

„Für mich eine Sachbeschädigung“, meint Eckardt Meyer, Leiter des Sternberger Ordnungsamtes. Ähnlich sieht das Dietmar Greßmann, Dezernent im Straßenbauamt. „Das ist wie Graffiti-Schmiererei an Lärmschutzwänden oder Brücken. Die zu beseitigen, kostet viel Geld“, so Greßmann.

Die Bürgerinitiative für nachhaltige Landwirtschaft in der Gemeinde Brüel, die sich vehement gegen die Pläne vom Agrarhof wendet, den Investor sogar an einen Runden Tisch geholt hat, distanziert sich von der Aktion. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass es vom Agrarhof bislang keinerlei Entgegenkommen gab, keine Bereitschaft zu einem Kompromiss, aber das ist für uns kein Grund für solche Schmierereien bei Nacht und Nebel. Wir stehen zu dem, was wir wollen“, sagt Weike Aselmeyer. Die BI habe sich stets an Ehrlichkeit und Sachlichkeit gehalten. „Wenn wir weiter keinen Schritt voran kommen und noch mehr die Öffentlichkeit suchen, kann ich mir eine Demo mit Transparenten vorstellen, aber kein Beschmieren von Bäumen“, betont die Leiterin der Bürgerinitiative.

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erstellt am 25.Jun.2014 | 20:30 Uhr

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