Ruchow : Ihre Klänge mögen viele erfreuen

Noch einen Tag vor der feierlichen Einweihung hatte Orgelbauer Andreas Hahn von der Firma Jehmlich-Orgelbau aus Dresden eine neue Pfeife in die älteste Orgel Mecklenburg-Vorpommerns in Ruchow eingebaut.
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Noch einen Tag vor der feierlichen Einweihung hatte Orgelbauer Andreas Hahn von der Firma Jehmlich-Orgelbau aus Dresden eine neue Pfeife in die älteste Orgel Mecklenburg-Vorpommerns in Ruchow eingebaut.

Restaurierte Richborn-Orgel hat ihren Platz in der Ruchower Kirche eingenommen.

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05. November 2015, 12:00 Uhr

Das Richborn-Positiv, die älteste Orgel MV, steht wieder in der Ruchower Dorfkirche und dieses „richtig große Ereignis“ wurde gestern „im kleinen Kreis“, so Stefanie von Laer vom Förderverein „Historische Orgel zu Ruchow“, mit einer Einspielprobe gefeiert. Orgelsachverständiger Friedrich Drese spielte natürlich zuerst ein Stück aus der Zeit des Hochbarocks und zeigte dann, dass auch Werke von Johann Sebastian Bach (Barock) und Felix Mendelssohn Bartholdy (Romantik) auf der Orgel klingen, empfahl aber, „sich gut zu überlegen, welche Literatur man spielt“.

Es sei ein beeindruckender Auftrag gewesen, sagt Orgelbauer Andreas Hahn. „Es ist ein echter Glücksfall für jemanden, der sich für historische Orgeln interessiert, daran arbeiten zu dürfen“, so Hahn. Stefanie von Laer dankte ihm mit einer Rose. Die überreichte sie ebenso an Friedrich Drese, der „sich intensiv um alle fachlichen Probleme gekümmert hat“ und an Dr. Klaus Holzweißig. Der Radiologe aus Dresden ist privater Hauptsponsor. Der Verein hatte Spenden für die 240 000 Euro teuere Restaurierung gesammelt, denn das Geld von Bund, Land und Kirche hätte noch nicht ausgereicht, so von Laer.

Er wollte einen Orgelneubau in Mecklenburg unterstützen, begründet Dr. Holzweißig. Im Orgelmuseum in Malchow hatte der Dresdner dann Friedrich Drese kennengelernt, ihm davon erzählt und die Orgel in Ruchow vorgeschlagen bekommen. Als er dann noch erfuhr, dass das Positiv in der Dresdner Firma Jehmlich restauriert wird...

Vor einem Jahr waren die Richborn-Orgel, 1684 in der Werkstatt Jochim Richborn in Hamburg erbaut, und die Schmidt-Orgel von 1796 zur Restauration gekommen. Durch Umbauten des Positivs war aus beiden ein Instrument entstanden. Künftig werden beide wieder separat stehen. Noch aber ist die Schmidt-Orgel in der Orgelbauwerkstatt Reinalt J. Klein in Lübeck und soll später über der Empore stehen. Das Richborn-Positiv hat seit dieser Woche seinen Platz im Altarraum der Kirche, weil es aufgrund seines Alters von nationalem Interesse ist. „Wir können stolz sein, dass wir dieses Instrument hier in der Kirche haben“, so Stefanie von Laer. „Es füllt den Raum wunderschön aus.“

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der SVZ vom 5. November und im ePaper. 

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