Borkow : „Ich wollte nicht nur abnicken“

Borkows Bürgermeisterin Regina Rosenfeld bei der Bauberatung zur Platzumgestaltung vorm Borkower Dorfgemeinschaftshaus – rechts Torsten Suhr von der bauausführenden Firma Straßenbau Brüel.
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Borkows Bürgermeisterin Regina Rosenfeld bei der Bauberatung zur Platzumgestaltung vorm Borkower Dorfgemeinschaftshaus – rechts Torsten Suhr von der bauausführenden Firma Straßenbau Brüel.

Bürgermeisterin Regina Rosenfeld tritt 2019 nicht wieder an: „20 Jahre sind genug, dann kann es ein Neuer machen“.

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29. Januar 2018, 21:05 Uhr

„Ich wollte ein bisschen mitgestalten, nicht nur abnicken“, verkündet Regina Rosenfeld. Gemünzt ist dies auf ihre erste Kandidatur fürs Borkower Bürgermeisteramt im Jahr 1999. Um sicher zu gehen, hatte sich das SPD-Mitglied auch noch als Gemeindevertreterin aufstellen lassen. Der doppelte (kommunalpolitische) Boden war nicht nötig: Regina Rosenfeld schaffte es gleich im ersten Wahlgang gegen zwei Gegenkandidaten. Daran denkt die 61-Jährige auch heute gerne zurück.

Zwei Jahrzehnte später und nach drei Wiederwahlen soll 2019 aber Schluss sein. „Zur nächsten Kommunalwahl trete ich nicht mehr an. 20 Jahre sind genug, dann kann es ein Neuer machen“, sagt sie im SVZ-Gespräch.

Doch bis 2019 will sie weiter mitgestalten – und das nicht nur ein bisschen in ihrer Kommune, in der Regina Rosenfeld seit 1979 zu Hause ist. Nach dem Agrarstudium in Berlin hatte sie sich hierhin beworben und arbeitete bis 1986 als Brigadierin in der damaligen KAP Borkow, später wieder LPG rückbenannt. Nach einem Jahr als Konsumverkaufsstellenleiterin in Borkow wechselte sie in den Rat des Kreises Sternberg, Abteilung Landwirtschaft.

„Mit der Wende bin ich freischaffend geworben“, sagt Regina Rosenfeld. Wobei „freischaffend“ einiges umschreibt: Auch mal arbeitslos bzw. eine ABM-Stelle in Borkow, kam die Zäsur. Ab 1. November 1991, das Datum hat sich in ihrem Gedächtnis eingebrannt, ging Regina Rosenfeld zum Bundesgrenzschutz, heute Bundespolizei. „Dort habe ich von der Pike auf gelernt.“

Große Sprünge kann die Gemeinde Borkow nicht machen, aber es geht Stück für Stück voran. So wie jüngst die Gestaltung des Platzes vorm Dorfgemeinschaftshaus mit Pflasterung samt Gehweg, sieben Parkplätzen, Regenentwässerung oder Sitzbänken. Am Ende wurde es mit 90 000 Euro teurer als gedacht. Unterirdische statt oberirdische Entwässerung sowie zusätzlich ein Fahrradständer und eine neue Gemeindetafel haben eben ihren Preis. „Entweder, wir machen was vernünftig, oder wir lassen die Finger davon“, sagt Regina Rosenfeld.

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