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Besinnen mitten in der Natur Warins : „Ich habe wieder Kraft und Energie“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Musiker Michael Jüllich entwickelt sein besonderes Musik-Konzept weiter und lädt ein ganzes Wochenende nach Waldheim ein.

von
erstellt am 07.Jul.2017 | 21:00 Uhr

„Ich habe wieder Kraft und Energie“, sagt Michael Jüllich. Der mehrfache Preisträger nationaler und internationaler Musikwettbewerbe, der in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut schon Musikprojekte in Europa, USA und Asien gestaltet und Klanggärten initiiert hat, zog 2002 von Nordrhein-Westfalen nach Brüel und eröffnete die Musikschule Klangraum Nádô. Parallel wurden weitere Projekte verfolgt. Jüllich veranstaltete unter anderem Konzerte der Musikschule, arbeitete heilpädagogisch mit Menschen mit einer Behinderung und begann, 2013 ein Songline-Konzept für das Sternberger Seenland zu entwickeln.

In den letzten drei, vier Jahren verlagerte er sein Wirken dann aber mehr und mehr auf die Arbeit mit den Musikschülern.

Jetzt lädt Michael Jüllich wieder ein, nach Warin Waldheim, wo er seit vier Jahren in einem kleinen Haus zur Miete wohnt. Umgeben von Wald und mit weitem Blick über die Wiesen, findet er, der sich „intensiv mit der Philosophie ,Ursprung und Gegenwart... und was das für die Zukunft bedeutet“ des deutsch-schweizerischen Philosophen und Schriftstellers Jean Gebsers beschäftigt, die nötige Ruhe, aber auch Inspiration, um beispielsweise sein Songline-Konzept weiterzuentwickeln. „Ich lade ein, wo es mir gut geht“, sagt er und das nun gleich für ein ganzes Wochenende vom 14. bis 16. Juli.

„Die Waldheimer wundern sich wohl, was seit drei Wochen im Haus Nr. 15 vor sich geht“, verweist der Musiker auf die im Rasen platzierten Rinderknochen, auf neben der Haustür stehendes Kinderspielzeug. Vor dem Hauseingang, über dem ein Hufeisen hängt, hat er vor kurzem Rosen gepflanzt – in Hufeisenform. Unter einem jungen Mammutbaum steht eine Bank zum Innehalten, dann führt der Weg gerade zu auf einen Ginkgo-Baum. Jüllich verstehe Goethes Begeisterung dafür. Mit seinem Ginkgo-Gedicht von 1815 hatte der deutsche Dichter den Baum und seine Symbolkraft in unserer westlichen Welt bekannt gemacht.

Immer wieder finden sich Nutzflächen für Bienen, Hummeln, Ameisen... und Vogelhäuschen. Es gibt eine Feuerstelle, als Tisch dient ein Mühlenstein, von dem der 65-Jährige natürlich eine Geschichte erzählen könne. Jeder Stuhl im Garten ist bewusst platziert „derjenige, der sich hinsetzt, wird schon spüren, was passiert“, lädt Michael Jüllich denn auch dazu ein. Wobei die Arbeiten auf dem Grundstück und im Haus längst nicht abgeschlossen seien. „Draußen und drinnen entwickelt es sich weiter.“ Sich mitten in der Natur zurück auf die Natur zu besinnen, dafür sei Waldheim 15 ein guter Platz und dazu sind auch andere eingeladen. 

Das Programm:

• Freitag, 14. Juli, 18 Uhr mit open end

Am Feuerplatz

Begegnungen, Gespräche, Synergien, Klänge, Musikstücke, Hausmannskost

• Sonnabend, 15. Juli, 17 Uhr

Wenn die Geister singenüber den Wassern

Solokonzert Michael Jüllich, Gongs, diverse Trommeln, Schwirrhölzer, Flöten, Monochord, Posaune, Waldhorn, Englisch Horn und vieles mehr

• Sonntag, 16. Juli, 11 Uhr

Matinee

Mitwirkende: Theo Jörgensmann Klarinette, Vera Doneck Texte, Stimme, Michael Jüllich Percussion

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