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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 05:04 Uhr

Horror-Unfall: Frau stirbt bei Thurow

vom

svz.de von
erstellt am 08.Apr.2013 | 06:22 Uhr

Brüel | Rabenschwarzer Sonntag auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust-Parchim: Zwei Autofahrer starben bei Verkehrsunfällen. Damit hat sich die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr im Landkreis innerhalb von gut 14 Stunden auf sechs erhöht.

Am Abend verunglückte ein 50-jährige Frau aus der Region um Brüel. Sie war gegen 22 Uhr auf der Bundesstraße 104 zwischen Thurow und Brüel mit ihrem Ford Focus unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache kam die Frau an einer Anhöhe auf gerader Strecke plötzlich nach links von der Fahrbahn ab und krachte knapp 100 Meter weiter frontal gegen einen Straßenbaum. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass sie nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden konnte.

14 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brüel waren im Einsatz. "Wir hatten Vollalarm; das bedeutet, wir wurden über Sirene und Pieper alarmiert", erklärte Wehrleiter Torsten Reiher gestern auf SVZ-Nachfrage. Der Rettungsdienst mit Notarzt, der im nahen Brüeler Gewerbegebiet sein Domizil hat, war bereits zur Stelle, konnte dem Unfall opfer allerdings nicht mehr helfen. Die Frau wurde von den Feuerwehrleuten, die mit ihrem kompletten Rettungssatz ausgerückt waren, aus dem vorn völlig demolierten Fahrzeug geborgen. "Sie war jedoch nicht so stark eingeklemmt, den Schneider-Spreizer brauchten wir diesmal nicht. Wir haben die Rückenlehne heruntergeklappt und die Frau dann aus dem Auto bekommen", so der Brüeler Feuerwehrchef. "Drei junge Kameraden, die zum ersten Mal bei einem tödlichen Verkehrsunfall zum Einsatz kamen, sind auch recht gefasst damit umgegangen."

Nach der Bergung der Pkw-Insassin haben die Feuerwehrleute die Unfallstelle ausgeleuchtet und deren Räumung unterstützt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden, der nach Angaben der Polizei bei 15 000 Euro liegt. Es wurde von einem Crivitzer Abschlepp-Unternehmen abtransportiert. Die Unfallstelle war mehr als drei Stunden von 22:15 Uhr bis gegen 1 Uhr Montag früh voll gesperrt.

Wie es zu dem Unfall kam, ist unklar. Es seien weder eine Bremsspur noch andere Anzeichen zu sehen gewesen, die möglicherweise Aufschluss geben würden, erfuhr SVZ vom Brüeler Wehrleiter. Nach ersten Erkenntnissen vor Ort könnte die Frau vielleicht durch irgend etwas abgelenkt worden sein, oder sie hatte den gefürchteten Sekundenschlaf. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sach verständiger der Dekra hinzu gezogen. Nach SVZ vorliegenden Informationen soll die Frau nicht angeschnallt gewesen sein. Und da es im Auto nach Alkohol gerochen habe und nicht auszuschließen sei, dass der möglicherweise eine Rolle bei dem Unfall gespielt haben könnte, wurde eine Blutalkoholbestimmung angeordnet, wie die Polizeipressestelle in Ludwigslust bestätigte.

Bereits am Sonntagmorgen kurz nach halb acht hatte sich auf der Landesstraße 06 zwischen Quassel und Lübtheen ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Auch hier kam für den Fahrzeugführer jede Hilfe zu spät. Traurige Duplizität der Ereignisse: Der 18-jährige Fahrer geriet auf gerader Strecke, von Quassel kommend, kurz vor der Ortslage Lübtheen nach links von der Fahrbahn ab und prallte ebenfalls ungebremst gegen einen Baum. Er wurde im Fahrzeug eingeklemmt und verstarb an der Unfallstelle. Am Pkw entstand Totalschaden. Für die Bergungsarbeiten musste die Landesstraße 06 kurzzeitig voll gesperrt werden. Wie über 14 Stunden später auf der B 104 ist die Unfallursache ungeklärt. Auch hier dauern die Ermittlungen dazu noch an.

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