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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. Oktober 2017 | 01:26 Uhr

Tempzin : Holz für den Winter geschlagen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Erste Ora-et-Labora-Woche im Pilger-Kloster Tempzin unter neuer Leitung.

von
erstellt am 13.Feb.2015 | 23:57 Uhr

„Wir haben gut geschafft“, resümiert Doris Mertke nach der fast zu Ende gegangenen Ora-et-Labora (Bete-und-Arbeite)-Woche im Pilger-Kloster Tempzin. Die 54-Jährige hat die Nachfolge von Magdalene und Pastor Joachim Anders angetreten und im Dezember die Leitung von Kloster Tempzin übernommen (SVZ berichtete). An drei verschiedenen Stellen im Wariner Stadtwald haben die Frauen und Männer in den vergangenen Tagen Holz geschlagen. 14 Leute waren es diesmal und wie meistens ein fließender Übergang von Kommen und Gehen, „denn nicht jeder kriegt eine ganze Woche frei“, weiß Doris Mertke.

Während viele der Teilnehmer schon einige Male zum Beten und Arbeiten nach Tempzin gekommen sind, gehörten in dieser Woche auch drei aus Mertkes ehemaliger Kirchengemeinde im Klützer Winkel dazu. Was sie besonders freute, denn „ein bisschen wehmütig ist man schon, wenn man Leute zurück lässt“, sagt sie. Und umso mehr froh, wenn sich dann eine solche Verknüpfung ergebe. Auch Bekannte seien natürlich neugierig auf ihren neuen Wirkungskreis. So habe sich eine Freundin schon für die Ora-et-Labora-Woche im Mai angekündigt, freut sie sich.

In der Ora-et-labora-Woche wird der Tag durch gesungene Gebete in klösterlicher Tradition getragen; vor dem Frühstück, Mittag, Abendbrot und der Nachtruhe. Das gibt dem Tag Rhythmus und Struktur. Beim Arbeiten beteiligt sich jeder nach seinen Fähigkeiten.

Die nächste Ora-et-Labora-Woche gibt es im März. Wenn die Witterung noch keine Arbeiten im Garten zulässt, gibt es im Gemeinschaftshaus genug zu tun, weiß die 54-Jährige. Wer die Woche mitgestalten will, bekommt kostenlose Unterkunft. Für die Verpflegung sorgt die Gruppe gemeinsam. Jeder Teilnehmer bezahlt einen Verpflegungsbeitrag und schön wäre es, wenn eine „kulinarische Nettigkeit“ mitgebracht werde.

Weitere Informationen zur Woche und zu anderen Angeboten im Pilger-Kloster können bei Doris Mertke unter Tel. 0152/56169414 erfragt werden.

Jetzt im Februar aber wurde Holz gemacht, um auch in zwei Jahren noch die Holzvergaserheizung bestücken zu können und gut durch den Winter zu kommen. Das trockene Material wurde in den Heizschuppen gebracht, das Holz vom Vorjahr umgeschichtet.

Ihr erster Kontakt zu Förster Möller „war eine sehr schöne Begegnung“, sagt Mertke. Und Landwirt Schlüter habe auch wieder den Holz-Transport übernommen. „Ich wusste, dass er das schon letztes Jahr gemacht hat und habe ihn angesprochen. Es war für ihn selbstverständlich, dass er wieder fährt“, zeigt sie sich auch darüber dankbar.

„Es macht einfach Spaß. Es ist für mich beeindruckend, dass Leute gezielt und konzentriert arbeiten. Was hier von Familie Anders und der Pilgergruppe aufgebaut worden ist, ist etwas ganz Wertvolles. Es läuft gut. Die Leitung wechselt, aber es ist Dynamik vorhanden“, sagt sie.

 

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