Warin : Hilfe nötig: „903, Leo eilt herbei!“

Erinnerungen werden wach: Die einstigen Wariner Krankenschwestern Petra Menzel, Maria Schmidt, Christel Kloss, Inge Schildt und Anita Liebler (v.l.) sehen sich die alten Bilder an. Sogar das Stationstagebuch der Chirurgie wurde m itgebracht. Fotos: Roland Güttler
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Erinnerungen werden wach: Die einstigen Wariner Krankenschwestern Petra Menzel, Maria Schmidt, Christel Kloss, Inge Schildt und Anita Liebler (v.l.) sehen sich die alten Bilder an. Sogar das Stationstagebuch der Chirurgie wurde mitgebracht. Fotos: Roland Güttler

Drittes Wiedersehenstreffen der Beschäftigen des ehemaligen Wariner Krankenhauses. Die Einrichtung wurde im Juni 1997 geschlossen.

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05. März 2018, 05:15 Uhr

Das „Hotel Am Wariner See“ platzte am Sonnabend aus allen Nähten. 132 Personen waren der Einladung zum dritten Wiedersehenstreffen nach 2004 und 2010 der Mitarbeiter des ehemaligen Wariner Krankenhauses gefolgt. Darunter waren auch der letzte Chefarzt des Krankenhauses, Dr. Manfred Hinze, heute 85, sowie Leo Welke, der fast drei Jahrzehnte bis 1991 dem Landambulatorium vorstand. Der eine reiste aus dem Oldenburgischen an, Welke lebt nach wie vor in Warin.

Im Hotelsaal herrschte ein einziges Gewimmel und Stimmengewirr. Die Wiedersehensfreude war groß, alle hatten sich viel zu erzählen. So brauchte es einige Zeit, bis die Warinerin Brigitte Pfützner um Ruhe bat, um im Namen des Organisationsteams alle herzlich zu begrüßen. 1979 als Leitende Krankenschwester ins „Ambu“ gewechselt, gab sie über Leo Welke das zum Besten. „Wenn wir mal Hilfe brauchten, dann hieß es: ,Ihr wisst Bescheid: 903, Leo eilt herbei!‘“ 903 sei auch heute seine Nummer, nur zwei Zahlen noch davor, so Pfützner.

Auch Renate Winkelmann, die jetzige Vorsitzende der Wariner Ortsgruppe der Volkssolidarität, war gekommen. Als Sekretärin beim Chefarzt arbeitete sich unter allen Klinikchefs: Dr. Eduard von Fircks, Dr. Karl-Heinz Baasner, Dr. Lothar Trute und Dr. Manfred Hinze.

Viel zu erzählen hatten sich auch Thorsten Zander aus Sternberg, Jolanta Fink, die seit 1999 in der JVA Bützow tätig ist, sowie der einstige Oberarzt Peter Winkelmann. Der Parchimer war bis vor zwei Jahren der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im LUP-Kreis. Thorsten Zander hatte übrigens die Idee zum neuerlichen Treffen. „Er hat uns das alles eingebrockt“, so Brigitte Pfützner. Zanders Idee fiel – wie zu sehen – auf fruchtbarem Boden. „Wollen wir uns nicht wieder einmal treffen? Und nicht erst treffen nach dem Tode?“, so sein Kalkül.

Die ältesten Teilnehmer waren die 90-jährige Erika Schmidt aus Warin, einst Krankenschwester auf der Kinderstation, sowie die Ventschowerin Friedel Kraft (98). Sie arbeitete als Betriebskrankenschwester im Betonwerk Ventschow. Die Gemeinde- und Betriebskrankenschwestern der Region wurden zu DDR-Zeiten vom jeweiligen Landambulatorium mit betreut.

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