Warin : Hier rollt die Murmel

Neun Wariner Grundschüler haben in ihren Herbstferien eine Murmelbahn aus bunten Papprollen gebaut.
Neun Wariner Grundschüler haben in ihren Herbstferien eine Murmelbahn aus bunten Papprollen gebaut.

Die längste Kugelbahn aus Mecklenburg-Vorpommern ist nun im sülvst makt zu finden.

svz.de von
28. Oktober 2017, 12:00 Uhr

Leere Toiletten- und Küchenpapierrollen, Klebestreifen, Holzleisten und Paketband – aus wenigen Mitteln, die in jedem Haushalt zu finden sind, haben die Wariner Grundschüler Lena, Jill, Stacie, Jannis, Lucian, Max, Meggin, Armin und Marlene eine Murmelbahn gebaut. Die etwa 400 bis 500 Papprollen wurden mit Blumen, Gesichtern, Pünktchen sowie Namen bunt bemalt und beschriftet.


Anfängliche Spielidee wird zum Ferienprojekt


Was anfangs noch eine Spielidee von Angelika Krause, Inhaberin der Kreativwerkstatt „sülvst makt“, war, hat sich innerhalb von zwei Monaten zu einem Ferienprojekt entwickelt, das gestern mit einem kleinen Fest für Mitmacher und Gäste endete. „Solange, wie die Murmelbahn funktioniert, bleibt sie hier hängen und kann ausprobiert werden“, sagte Angelika Krause.

Zusammen mit Bauleiter Wolfgang Schultheiß eröffnete die Initiatorin des Projektes „Längste Murmelbahn von Mecklenburg-Vorpommern“ die Kugelbahn. Einige Testläufe waren der Premiere vorausgegangen. „Das Gefälle ist eine echte Herausforderung und der Platz ist begrenzt“, berichtete Krause.

Eine Glasmurmel nach der nächsten rollte durch das 56-Meter lange Bauwerk. Wer ganz still war, konnte ihren Weg aufmerksam verfolgen. Die Aufregung bei den neun kleinen Bastlern war groß. „Meine lässt sich ganz schön viel Zeit“, stellte der achtjährige Jannis fest. Umso größer war der Jubel, als seine Murmel nach etwa eineinhalb Minuten in eine Kiste fiel. Ziel erreicht. Bahn funktioniert.

Anfang September hatte Angelika Krause die Wariner Bürger aufgerufen, leere Papprollen zu sammeln. „Das Interesse und die Bereitschaft waren sehr groß. Das Wariner Pflegeheim und das Sozialhaus, aber auch viele Privatpersonen haben fleißig gesammelt. Wir hatten am Ende sogar mehr als wir brauchten“, so Krause.

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