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Naturlehrpfad Brüel : Hier lässt es sich wieder wandern

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mit einer Maßnahme des Güstrower Bildungshauses wird der Naturlehrpfad in Brüel wieder begehbar.

von
erstellt am 22.Okt.2015 | 11:45 Uhr

Die Steine mit den Namensschildern der Bäume, die hier wachsen, sind wieder sichtbar. Wer auf dem Naturlehrpfad in Brüel  unterwegs ist, wird positiv überrascht. Die Wege verdienen wieder ihren Namen, Sitzgruppen und Bänke wurden ausgebessert,  Geländer repariert.

Vor 15 Jahren war der Baumlehrpfad hinter dem alten Friedhof angelegt worden, vor drei Jahren wurde er zum Bienen-Baumlehrpfad umgestaltet. „Doch jetzt war alles zugewachsen. Hauptproblem aber ist der Vandalismus“, sagt  Uwe Müller, Ausbilder und Dozent im Bildungshaus Güstrow e.V. Er betreut acht Frauen und Männer, die seit dem 1. August diesen Jahres innerhalb einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (Ein-Euro-Job) auf dem Bienen-Baumlehrpfad im Einsatz sind. Parallel läuft eine Maßnahme mit weiteren acht Leuten auf dem Sternberger Judenberg.

Müller beschreibt den Zustand, in dem  der Lehrpfad in Brüel  noch im Juli gewesen ist und den er anhand vieler Fotos dokumentiert hat. Gerade einmal 60 Zentimeter breit sei der Weg gewesen, also nur noch ein Trampelpfad, weil Gras und Büsche wucherten.  Überall habe Bruchholz gelegen. Bänke seien demoliert und sogar angezündet worden.   Und überall habe Müll gelegen. Etliche Bierflaschen hätten die Leute schon aus dem Holz  gesammelt. 

„Jetzt ist der Lehrpfad  drei bis vier Meter breit, die Holzumrandung erneuert, das Bruchholz von den Wegen gesammelt, das Geländer ausgeflickt, die Bänke nachgenagelt und auch der Rundweg, der zum Galgenberg führt, wieder ordentlich begehbar“, zählt Müller auf.   „Wir haben hier sehr gute Leute, wir können sie nur loben. Selbst bei widriger Witterung machen sie durch“, weiß er.  Eine gute

Zusammenarbeit besteht mit dem Brüeler Bauhof, der abends  auch immer sämtliches Werkzeug  abholt, damit es nicht im Bauwagen bleiben muss und möglicherweise zum Diebesgut wird. Rita Klammer vom Sternberger Imkerverein schaut ebenfalls regelmäßig vorbei.

Waren es zu Beginn der Maßnahme  zwei, drei Spaziergänger, die auf dem Lehrpfad unterwegs waren, treffen die Frauen und Männer jetzt immer öfter auf Publikum und freuen sich, dass ihre Arbeit auch dadurch Anerkennung findet. Um so mehr frustriert sie, wenn nach dem Wochenende wieder eine Bank zerstört ist, Müll herumliegt oder ein Weg mutwillig zerfahren wurde. „Die Überdachung der Sitzecke am kleinen Parkplatz bei den Gärten haben wir schon zweimal aus dem Graben geholt“, sagt Uwe Müller. „Die Leute sind stolz darauf, was sie schaffen. Sie nehmen nicht nur, sondern  machen etwas fürs Gemeinwohl und den Naturschutz“, sagt Jens Lahl, Geschäftsführer des Güstrower Bildungshauses. Auch er kann deshalb den Frust der Frauen und Männer verstehen, wenn ihre Arbeit immer wieder zunichte gemacht wird.

Die Maßnahme dauert bis Ende Februar. Je nach Wetterlage wird der Arbeitsort von draußen in die Sternberger Werkstätten des Bildungshauses verlegt, um u. a. Bänke und Beschilderung aufzuarbeiten.

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