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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 10:20 Uhr

Sternberg : „Hier ist das zweite Zuhause“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mitarbeiter und Weggefährten überraschten im Seniorenzentrum Christel Beu mit einem kleinen Empfang.

von
erstellt am 07.Feb.2015 | 10:26 Uhr

Mit einem kleinen Empfang überraschten gestern Morgen Mitarbeiter des DRK-Seniorenzentrums in Sternberg Christel Beu und hatten dazu auch ehemalige Wegbegleiter und Kollegen aus dem DRK-Kreisverband Parchim eingeladen. Die 64-Jährige schreibt seit 20 Jahren DRK-Geschichte mit, einen Großteil davon in Sternberg. Sie ist Sachbearbeiterin und stellvertretende Heimleiterin.

Es sei die Arbeit mit den Menschen, die sie besonders liebe, sagt sie. „Hier ist für mich das zweite Zuhause. Ich brauche immer Kontakt“, sagt Christel Beu. Deshalb schicke sie auch niemanden weg, wenn es ein Problem gebe. Auch nicht, wenn längst Feierabend sei.

„Christel ist sehr loyal. Wenn ich fleißig sage, würde es nicht genug ausdrücken. Es sind ihre Eigenständigkeit und ihr umfangreiches Wissen über das Haus, das sie einzusetzen versteht. Sie hat hier sehr viel mit aufgebaut, weil sie in jeder Ecke Bescheid weiß“, zollt Danilo Wahl, Leiter des Seniorenzentrums, höchsten Respekt. Seit zehn Jahren arbeitet Wahl mit der Jubilarin zusammen – genau so lange hat Bruno Pischel ihren Weg beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) begleitet. Dabei kennen sich beide weitaus länger.

Christel Beu ist gelernte Wasserwerkfacharbeiterin. „Meine Eltern haben in einem Wasserwerk gearbeitet“, begründet sie die für ein Mädchen doch ungewöhnliche Berufswahl. Die war dann wohl doch nicht die richtige, so dass sie in die Pelztierfarm wechselte – und zu Bruno Pischel, dem damaligen Leiter.


Noch einen Beruf dazu gelernt


Ihrem Facharbeiterbrief für Edelpelztiere folgte der Meisterabschluss. „Weil Bruno mich geschubst hat“, sagt sie heute. Damals war sie gerade 24 Jahre jung.

20 Jahre war die Pelztierfarm ihr Arbeitgeber, bis zu deren Ende 1992. „Die
Lebensausbildung, die sie da erfahren hat, war die Grundlage für ihre weitere Entwicklung“, zeigt sich Bruno Pischel, der mit seiner Frau Kristina zu den Gästen des kleinen Empfangs gehörte, überzeugt. Als Pischel dann beim DRK begann und nach Parchim wechselte, „war klar, dass ich jemanden brauchte, auf den ich mich verlassen kann“, denn in Parchim kannte er niemanden.

„Christel hat immer die Übersicht behalten, über alle Aufgaben, die sie übernahm. In den letzten Jahren im Büro in der Pelztierfarm hat sie schon die Einführung der
Datenverarbeitung erlebt. Sie kann rechnen, Zusammenhänge erkennen und weiß mit ihrem Wissen etwas anzufangen“, lobt denn auch Bruno Pischel die Jubilarin öffentlich.

Gestern vor 20 Jahren, am 6. Februar 1995, begann Christel Beu ihre Arbeit beim DRK, seit 1998 engagiert sie sich in Sternberg – da wurde gerade am zweiten Abschnitt des Seniorenzentrums gebaut. Und natürlich hat sie sich noch einmal auf die Schulbank gesetzt und zur Kauffrau für Bürokommunikation umgeschult. Und auch die Fahrerlaubnis erworben.

In Sternberg habe man ihr den Einstieg leicht gemacht, ist die 64-Jährige noch heute dankbar. Ab und an sei sie vom Kreisverband aus zwar schon im Seniorenzentrum gewesen, trotzdem war es ein Neubeginn. Besonders dankbar ist Christel Beu auch ihrer damaligen Pflegedienstleiterin Monika Warnke, die das Haus sehr mitgeprägt
habe. „Ich bin gut aufgenommen worden. Ich war gleich eine von ihnen“, sagt sie mit Respekt.

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