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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 23:00 Uhr

Sternberg : Heute schlägt es wieder

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Von Nichtbeachtung bis zum Urlaubstag an einem Freitag, der auf das Datum des 13. fällt.

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 08:55 Uhr

Leute, aufgepasst! Heute schlägt’s wieder mal 13. Oder besser noch: Der Kalender zeigt einen Freitag, den 13, an! Für manchen eine magische Zahl, die ihm den Angstschweiß ins Gesicht treiben kann, wenn er denn abergläubisch ist. Und es gibt nicht wenige, die an einem solchen Tag nicht aus dem Haus gehen wollen und sich anders als sonst verhalten. Aus Angst, dass ihnen etwas passieren könnte.

Bei einer Umfrage trafen wir auf Menschen mit unterschiedlicher Meinung zum Thema Aberglaube. Da ist zum Beispiel der 52-jährige Detlef Smolinski aus Brüel, der zurzeit in der Außenstelle Sternberg des Güstrower Bildungshauses an einer Maßnahme mitarbeitet. Für ihn ist an jedem Freitag, dem 13., Urlaub angesagt. Und das wird in diesem Jahr insgesamt dreimal passieren: heute, dann nochmals im März sowie im November.

Seit nunmehr acht Jahren hält Detlef Smolinski dieses Ritual ein. „Ich hatte mal ein schlimmes Erlebnis“, erzählt er. „Nachdem wir bei der Arbeit eine Gasleitung erwischt haben und ich fast auf dem Mond gelandet bin“, so seine Erinnerung. „Das hat vielleicht gerummst.“ Seitdem bleibe er an jedem Freitag, dem 13., stets zu Hause, am liebsten im Bett, und gehe höchstens mal ein paar Minuten mit dem Hund Gassi. Seine Kollegen haben dessen Macke inzwischen akzeptiert. „Wenn’s ihm hilft …“

Eine Nachfrage bei Dieter Krüger aus Dabel ergab, dass er Aberglauben überflüssig findet. „Nein, an solch einen Humbug glaube ich nicht. Und als Christ, der ich bin, sowieso nicht. Das gilt für meine ganze Familie.“

Für Eva Krebs, 85, aus Dabel ist „jeder Tag gleich. Egal, welches Datum ist“. Darüber habe sie auch noch nie nachgedacht. Und auch an das Märchen von der schwarzen Katze glaube sie nicht.

Birgit Hoffmann aus Weitendorf erzählt, dass sie an einem Freitag, dem 13., gerne mal Lotto spiele. „Aber geholfen hat es noch nie. Bisher kein Gewinn in Sicht“. Und manchmal habe sie an solch einem Tage einfach Angst, dass sie falle. In den Finger geschnitten habe sie sich allerdings auch schon am Freitag, dem 13.. Und wenn mal eine schwarze Katze den Weg kreuze, denke sie ganz kurz mal daran, dass das Pech bringen könne. „Das haben wir so von den Eltern übernommen; das überträgt sich einfach.“

Bei Mutter und Vater habe sie den Aberglauben auch schon erlebt, erzählt die Sternbergerin Ricarda Hirsch, aber nicht übernommen. „Das war früher halt so“, erzählt sie. „Aber abergläubisch war ich noch nie.“

Unter Aberglauben versteht man eine Glaubenshaltung, in der Reste des frühzeitlichen religiösen Denkens bewahrt werden, heißt es in einem Nachschlagewerk. Durch diese werde ein magischer Zusammenhang angenommen. Sodass die verschiedenartigsten Dinge und Ereignisse in einen Kausalzusammenhang gebracht werden. Zum Beispiel der morgens begegnende Schornsteinfeger und das Glück des betreffenden Tages. Sei dem, wie es sei. Glauben oder Nichtglauben. Jedem seien heute ein unfall- und stressfreier Tag und viele schöne Erlebnisse gegönnt.

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