Witzin : Herz an Land und Leute verschenkt

Einer seiner Lieblingsplätze in Witzin: Bürgermeister Hans Hüller unter der großen Linde vor der Dorfkirche.
Einer seiner Lieblingsplätze in Witzin: Bürgermeister Hans Hüller unter der großen Linde vor der Dorfkirche.

Hans Hüller wurde am 25. Mai zum Bürgermeister von Witzin gewählt.

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11. Juli 2014, 16:43 Uhr

Im Schatten der großen Linde im Herzen Witzins hat es sich Hans Hüller – Witzins neuer Bürgermeister – gemütlich gemacht. Seit 13 Jahren lebt er hier. Die Liebe habe ihn in das Dorf verschlagen und nun bringe ihn auch nichts mehr hier weg, so der 48-Jährige. In der Vergangenheit sei er viel rumgekommen. Ursprünglich stamme er aus Lahr im Schwarzwald, habe in Bremerhaven, Hamburg und Neubrandenburg gelebt, aber jetzt sei er angekommen. Besonders die idyllische Landschaft und die Herzlichkeit der Menschen gefalle ihm hier.

Still zu stehen, war nie seine Art. „Alle drei Jahre kam der Alltag auf und ich wollte etwas Neues ausprobieren. Ich habe das Bäckereifach gelernt, war Vermessungstechniker, im Sanitätsdienst bei der Bundeswehr, im Einzelhandel und nun bin ich Programmierer.“

Seine vielfältigen Erfahrungen möchte er nun in die Gemeinde einbringen. „Ich habe mich schon vor meiner Wahl zum Bürgermeister im Dorf eingebracht, in der Dörpschaft oder bei unseren legendären Nachtwanderungen von Witzin nach Loiz, nun will ich meinen Beitrag leisten und das Dorf weiter voranbringen“, erklärt Hans Hüller seine Entscheidung als Bürgermeister zu kandidieren.

Dass alle Vereine, wie beim diesjährigen Dorffest, an einem Strang ziehen, wird das Ziel seiner Arbeit sein, denn dass mache für ihn das Dorfleben aus.

Jetzt beantwortet der neue Witziner Bürgermeister SVZ-Volontärin Caroline Weißert die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Hier in Witzin. Denn in Witzin ist immer was los.
Was würden Sie als Landrat sofort ändern?
Neben der Landwirtschaft und dem Tourismus sollten Gewerbe, Handel und Dienstleistung weiter gestärkt werden, um mehr gut bezahlte Arbeitsplätze in unserem Landkreis zu schaffen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Wenn ich nicht gerade „in der Gegend herum flitze“ oder in der Kirche Trompete übe, findet man mich gewöhnlich zu Hause in meinem Büro.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit zwölf Jahren durfte ich das erste Mal Trecker fahren und habe den Acker unseres örtlichen Gastwirts umgepflügt oder Maulwurf-Haufen geplättet.
Die Bezahlung war nicht gerade berauschend. Ich durfte danach aber immer so viel Currywurst mit Pommes essen, wie ich wollte.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Kann ich gar nicht mehr genau so sagen.
Ich denke, es waren Zigaretten, da mich Frauen damals noch nicht so interessiert haben, um sie einzuladen.
Was würden Sie gerne können?
Vor zwei Jahren habe ich angefangen, Trompete zu spiele. Dieses weiter zu perfektionieren, würde mich schon sehr interessieren.
Was stört Sie an anderen?
Sich aufregen, ohne alle Fakten zu kennen. Unüberlegtes Handeln und kurzfristiges Denken.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Jeder Tag, an dem man nicht gelacht hat, ist ein verlorener Tag. Worüber – ist dabei eigentlich gar nicht so wichtig.
Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
Meiner Frau freie Hand bei der Veröffentlichung der Bilder, der letzten Busfahrt der Dörpschaft im Bild-Archiv der Witziner Internetseite.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mahatma Gandhi. Es ist schon sehr interessant, wie dieser Mann mit seinem gewaltlosen Widerstand die Briten aus dem Land trieb und die verschiedenen religiösen Ausrichtungen einigte.
Welches Buch lesen Sie gerade?
SQL-Server. Der schnelle Einstieg in die Datenbankverarbeitung. Bin mir sicher, dass dieses nicht jedermanns Geschmack ist.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Früher mal „Raumschiff Enterprise“ oder „Roseanne“.
Heute im Zeitalter von Mediatheken und YouTube gibt es kaum eine Sendung, welche man sich nicht noch nachträglich ansehen könnte. Und ehrlich: Abgesehen von der Fußballweltmeisterschaft im Moment reißt mich nicht viel vom Hocker, was da im Fernsehen gezeigt wird.
Wo trifft man Sie eher: bei der Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder beim Einen noch beim Anderen. Die Dörpschaft Witzin ist für mich die goldene Mitte.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Da habe ich keinen besonderen Politiker, Sportler oder Musiker. Um ein gutes oder interessantes Gespräch zu führen, kommt es immer auf den Gegenüber an. Dieses kann auch eine Zufallsbekanntschaft auf der Straße sein.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich koche selber leidenschaftlich gern für meine Freunde und jedes genannte Land hat leckere Gerichte, wenn sie gut zubereitet sind.
Die Abwechslung macht’s, um den Gaumen immer wieder neu zu überraschen.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Blue Monday“ von der britischen Band „New Order“ aus dem Jahre 1983. Da gab es für mich viel Neues zu entdecken.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Es war meine Enduro XL 600 von Honda, die ich zu meinem 18. Geburtstag von meiner Mutter erhalten habe.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Einen richtig schönen 14-tägigen Luxusurlaub nur mit meiner Frau zusammen, dass hätte schon was.
Was werden Sie als Rentner alles machen?
Naja. Erst mal muss ich da noch eine ganze Ecke hin leben. Und wie es aussieht, bekommt unsere Generation die Rente doch erst mit 70 Jahren. Also, erst mal abwarten und sehen, wie fit ich dann bin.
Wem sollten wir dieses Fragen ebenfalls stellen?
Jana Ruder aus unser Kita. Sie kann unglaublich gut mit Kindern, hat Organisationstalent und ist auch nicht auf dem Mund gefallen.

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