Kloster Tempzin : Herbstputz zum Adventsbasar

Wieder ein Sack voll: Es muss schnell gehen, bevor ein Windstoß das zusammengeharkte Laub wieder auseinander wirbelt.
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Wieder ein Sack voll: Es muss schnell gehen, bevor ein Windstoß das zusammengeharkte Laub wieder auseinander wirbelt.

Reges Treiben herrschte rund um die Tempziner Klosterkirche. Am Freitag und Sonnabend werden Gestecke für den 2. Dezember gebastelt – jeder kann mitmachen.

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20. November 2017, 12:00 Uhr

Der kalte Wind bläst am Vormittag unangenehm über das Gelände am Kloster, aber so richtig ungemütlich mit dem angekündigten Regen wird es erst später. „Das Wetter spielt zum Glück mit“, findet Dörte Gratz, Vorsitzende des Fördervereins „Antoniter-Hospital Tempzin“. Die Beteiligung am Herbstputz, mit dem vor allem den Massen an Laub zu Leibe gerückt und die Umgebung für den traditionellen Adventsbasar am 2. Dezember in der Klosterkirche empfangsbereit gemacht wird, sei gut. „Es waren schon weniger, allerdings auch mal mehr“, stellt die Vereinsvorsitzende nach einem Blick in die Runde fest. Sie füllt Laub in einen großen Sack, den Bürgermeister Alfred Nuklies aufhält. „Ich habe hier nur eine tragende Rolle“, merkt dieser schmunzelnd an, fügt aber gleich hinzu: „Der Gemeindearbeiter Lothar Werth hat schon durchgemäht. Das Gras war aber zu nass, um es aufnehmen. Deshalb ist es liegen geblieben, aber bei kürzerem Gras harkt es sich besser.“


Nach der Spätschicht am Vormittag zur Stelle

Der Gemeindearbeiter sei nun wie alle anderen auch in seiner Freizeit irgendwo auf dem Areal dabei. „Er hat mir noch von einem anderen Termin erzählt, dorthin will er eben später gehen“, so der Bürgermeister. Dessen Enkel Karl-Leopold (10) wäre auch gern mitgekommen, sagt Nuklies, er habe aber einen Leichtathletik-Wettkampf in Schwerin.

Für Horst Trüb, der sich mit Ehefrau Gudrun an dem Einsatz beteiligt, habe es diesmal mit seiner Schicht gepasst. Er sei am Abend nach Hause gekommen, arbeite in Wismar im Vier-Schicht-System. Für ihn sei es klar, „mal was für die Gemeinde zu tun“. Zumal immer wieder der Ausspruch gelte, „viele Hände machen ein Ende“, so Trüb. Während er mit einem Fächerbesen das mitunter widerspenstige Laub von der Friedhofsmauer befördert, unterhält sich der Zahrensdorfer mit Paul Völzow über Pferde und anderes, was im Dorf vor sich geht. Sonst sei dazu kaum Gelegenheit. Völzow kennt sich mit Pferden aus, hat früher oft Kremser gefahren, wie er sagt. Jetzt falle ihm die Arbeit nicht mehr so leicht, mit seinen 79 Jahren müsse er eben alles „ein bisschen langsamer machen“. Seine Frau Julie sei Mitglied im Förderverein, und so gehe er gern mit zum Herbstputz. Sie hätten sich fast jedes Jahr
daran beteiligt.

Lobend erwähnt werden sollte auch Michael Ehrich, kommt es aus der Runde. Dass der Friedhofsgärtner in der Freizeit am Arbeitseinsatz teilnimmt, sei „keineswegs selbstverständlich“. Er kurvt auf vier Rädern über das Gelände und erspart allen viel Arbeit von Hand.

Der über die Region hinaus bekannte und beliebte Tempziner Adventsbasar findet zum 20. Mal statt, hat Dörte Gratz schnell nachgerechnet. 1997 sei der Förderverein gegründet worden, und im Jahr darauf habe er erstmals den Basar organisiert, immer am Sonnabend vor dem 1. Advent. An diesem Freitag und Sonnabend, 24. und 25. November, werden ab 9 Uhr in der Kirche Gestecke gebastelt. Der Förderverein freue sich über jeden, der mitmacht, sagt die Vorsitzende. Niemand müsse darin firm sein, entscheidend sei Interesse, Adventsschmuck zu fertigen.

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