Groß Raden : Heller Feuerschein bei Vollmond

Museumspädagogin Heike Pilz während einer Führung durch den altslawischen Tempelort. Fotos: Traudel Leske
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Museumspädagogin Heike Pilz während einer Führung durch den altslawischen Tempelort. Fotos: Traudel Leske

Zweite Museumsnacht im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden lockte viele Besucher aus nah und fern an.

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02. August 2015, 17:46 Uhr

Groß Raden Eine Nacht in einem  Freilichtmuseum  zu erleben; das ist immer ein besonderes Ereignis  mit Gruseleffekt, aber auch mit viel  Romantik verbunden. So geschehen am Freitagabend im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden. Die Museumspädagogen und deren Helfer hatten zur zweiten Museumsnacht eingeladen. Und viele hundert Besucher waren gekommen, zumeist mit dem Shuttlebetrieb vom Reiterhof Ulbrich aus Klein Raden. Und dann wurden  sie am Eingangstor von einer Gruppe von Wikingern empfangen und mussten ihre Billetts vorzeigen.

Auf dem Museumsplatz indes  hatten sich schon viele „Nachtschwärmer“ an mehreren Feuerstellen niedergelassen, an denen sie sich später ihre Wildbratwürste und andere Leckereien bruzzeln konnten. Innerhalb kurzer Zeit war auch der Stand mit dem leckeren Brot aus dem Steinbackofen sowie mit Kräuter-Quark und Kräuterbutter, darunter das herb schmeckende Kräutlein Gundermann, umlagert. Die Besucher  hatten einen wahren Heißhunger mitgebracht, denn immer wieder musste Nachschub geholt werden.

 Und dann gab es erst mal zwei Führungen durch den altslawischen Tempelort. Waren es bei der ersten Führung mit Carina Sabban schon beachtliche 50 Teilnehmer, so durchstreifte Museumsleiterin Heike Pilz dann mit rund 85 Besuchern das Gelände. Als es zu dämmern begann, sah man auch die erste Fledermäuse über das Areal fliegen.

Jetzt war der Auftritt von Fortuna Musica gekommen, einem Trio aus Neustadt-Glewe, das sich der mittelalterlichen Musik verschrieben hat. Mit ihren Lauten und der Trommel gaben sie Liebeslieder, Trinklieder und frivole Weisen zum Besten. Dafür gab es viel Beifall.

Inzwischen wurde es immer dunkler, und der Vollmond ging auf. Genau der richtige Moment für eine Drachen-Feuershow. Die Luft knisterte förmlich, und die Funken sprühten wie Glühwürmchen durch die Nacht. Die Besucher waren total  begeistert.  Birgit Albroscheit und Hartmut Aisch aus Plau am See  sind zwar selbst Wikinger, waren diesmal aber privat hier. „Eine ganz tolle Veranstaltung“, meinten sie, „dafür ist Groß Raden ja bekannt.“ Katrin und Norbert Sedl aus der Nähe von Teterow waren ebenso begeistert. „Hier ist es wunderschön“, ihr Kommentar.

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