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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. Oktober 2017 | 23:37 Uhr

Warin : Heiße Diskussion um E-Motoren

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Warum dürfen Boote auf dem Sternberger See fahren und in Warin nicht? Jahreshauptversammlung des SAV „Petri Heil“ Warin.

von
erstellt am 16.Jan.2017 | 21:00 Uhr

In diesem Jahr steuert der Wariner Sportanglerverein „Petri Heil“ auf sein 25-jähriges Jubiläum zu. Und das soll am 15. Juli mit einem Sommerfest auf dem Vereinsgelände am Großen Wariner See gefeiert werden. Dafür stimmten die Mitglieder auf ihrer Jahreshauptversammlung am Sonnabend im Vereinshaus. „Es gibt Schwein am Spieß, ein paar Salate und Getränke von den Vereinsgeldern“, verkündete der „Petri Heil“-Vorsitzende Wolfgang Büttner.

Vor dem Ausblick bilanzierte dieser das abgelaufene Jahr. „Es war wieder arbeitsreich“, so Büttner. So wurden ein Filetiertisch gebaut, dreimal die Uferzone am Großen Steeder See, dem Vereinsgewässer, von Unrat befreit sowie auch Holz geworben, „damit wir wieder gut über den Winter kommen“, so Büttner. Zudem gab es einen Arbeitseinsatz außer der Reihe an der Steganlage. Diese war Ende Juli 2015 eingeweiht worden nach 520 Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder und bietet Platz für ein Dutzend Boote (SVZ berichtete).

„Die Arbeitseinsätze waren gut bis sehr gut besucht“, hob Wolfgang Büttner hervor und fand zugleich – schmunzelnd – ein Haar in der Suppe: „So kriegen wir in die Kasse keine Strafgelder rein…“

Natürlich wird bei den Petrijüngern in erster Linie geangelt. Beim An- bzw. Abangeln am Tönniesbach wusste 2016 übrigens stets einer, wo der Fisch am besten beißt – Gewässerwart Wilhelm Kubat, den alle nur „Willi“ rufen. Das Raubfischangeln findet auf dem Wariner See statt. So nahmen am vergangenen Raubfisch-Abangeln gleich 13 Boote teil, hob der Vereinschef hervor.

In diesem Zusammenhang entzündete sich eine heiße Diskussion unter den anwesenden der insgesamt knapp 100 Vereinsmitglieder – dem Verbot von Motorbooten beim Angeln auf Binnengewässern.


In der Hand der Unteren Naturschutzbehörden


Warum würden E-Motoren und Benziner gleichgesetzt? Wo doch stets über umweltfreundlichere Technologien geredet werde… Und warum dürfen auf dem Sternberger See und auch in Blankenberg Motorboote fahren und in Warin nicht? „Das liege an den jeweiligen Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise“, merkte dazu Armin Butz an. Dieser nutzte die Jahreshauptversammlung in Warin zugleich, um sich als neuer Vorsitzender des Regionalverbandes vorzustellen. „Laut Gesetz sind Bootsmotore auf Binnengewässern verboten, das gilt auch für E-Motoren. Jeder muss wissen, dass es ein Angelvergehen ist“, so Butz. Und das kann richtig teuer werden, zumal, so Butz, „die Wasserschutzpolizei den Auftrag hat, verstärkt zu kontrollieren“. Wie teuer, das erlebte bereits ein Wariner „Petri Heil“-Angler, der 270 Euro löhnen durfte.

Ausnahmen vom generellen Verbot können die Unteren Naturschutzbehörden erteilten. Im Nordwestkreis wird – im Gegensatz zum Nachbarkreis – keine erteilt. Auf der Wariner Versammlung lag eine Unterschriftenliste aus, die der Landesanglerverband zusammen mit den Unterschriften aus anderen Vereinen dann der Landesregierung übergeben will. Mit dem Ziel: Die Gleichsetzung von Benzinern und E-Motoren zu ändern. „Große Hoffnungen hege ich allerdings nicht“, so Butz.  

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