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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 04:21 Uhr

Warin : Heimpremiere für irischen Abend

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Wariner Kirchenband „Irlichter“ begeistert mit ihrer Musik die Besucher. Dazu gab es Kulinarisches nach Originalrezepten von der grünen Insel.

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 16:37 Uhr

Handgemachte Musik von der grünen Insel, dazu Kulinarisches nach Originalrezepten sowie interessierte Besucher, die die Räume bis auf den letzten Platz füllen. Was braucht ein irischer Abend mehr? Vielleicht noch ein Guinness oder einen, aber wirklich nur einen Whiskey.

Die Wariner Kirchenband „Irlichter“ mit Pastorin Dorothea Kunert an der Spitze hat in das Haus der Zukunft eingeladen. Sie spielt mit Vorliebe irische Musik, von der sich auch ihr Name ableitet, zum Johannistag im Juni, in der Advents- und Weihnachtszeit, bei Apfelfest in Kaarz und Strandfest in Blankenberg oder manchmal noch weiter entfernt, ob in Dassow ganz im Nordwesten des Landes oder selbst schon mal im Pub Mambo No. One in Rostock. „Jetzt ist das der erste irische Abend hier bei uns. Wir wollten mal was anderes ausprobieren“, erklärt Dr. Bettina Westphal; sie spielt Gitarre. „Es sind viel mehr Leute gekommen als
gedacht.“ Wie als Bestätigung werden weitere Stühle aus dem Pfarrhaus geholt.

Die „Irlichter“ spielen seit einem Jahr in sechsfacher Besetzung. Bei dem Lied, in dem es um die Meerjungfrau geht, stellt Kunert die Band vor. Deren Mitglieder kommen aus unterschiedlichsten Berufen. Martin Grafenberger hat als Rechtsanwalt gearbeitet. Der Mann am Akkordeon sei eigentlich begeisterter Jazzer, verrät Kunert, die locker und witzig durch den Abend führt. Als Grafenberger seine Jacke auszieht, trägt er Hosenträger wie von Beginn an Heinz-Holger Helinski am Schlagzeug. Er ist Mitarbeiter bei der Landeskirche. Gitarristin Bettina Westphal hat eine Zahnarztpraxis in Neukloster. Silke Fittschen an der Flöte ist von Beruf Lehrerin und Dolmetscherin, Frontfrau Dorothea Kunert, ebenfalls Flöte, Pastorin. Sandra Wendt, als Jüngste in dem Sextett seit
etwa einem Jahr dabei, begegnen Wariner in der Apotheke im Zwei-Seen-Center. Sie spielt Geige, ist aber auch als Hobbymalerin bekannt. Die gebürtige Warinerin, die mit ihrer Familie in Neukloster lebt, betreibt in der Freizeit eine Online-Galerie und stellt eine Auswahl ihrer Bilder in der Burg-Apotheke in der Langen Straße aus. Von ihr stammt auch das Etikett für die zweite Charge des Wariner Sektes.

„Wir haben bei einer Ausstellungseröffnung von Brunhilde Handorf aus Groß
Labenz gespielt und uns dabei kennen gelernt“, erzählt Dorothea Kunert. „Sandra ist eine Self-Made-Frau, bringt sich alles selbst bei. Das ist schon eine besondere Leistung.“ Einige der Bandmitglieder hätten früher mal eine Musikschule besucht, eine Ausbildung als Musiker habe jedoch niemand.

Ebenso ist für Antje Meyer aus Blankenberg das Kochen reines Hobby. Sie hat mit Sohn Jan (24) das Kulinarische für den Abend übernommen. Es gibt gebackenen Schweinenacken mit Apfelsoße nach Bramlay-Art, irischen Kohleintopf mit Rindfleisch und Kartoffeln sowie als süße Versuchung Äpfel und Beeren. „Wir haben uns die Rezepte aus dem Internet geholt und möglichst original danach gekocht. Dieser Abend sollte ein Versuch sein. Es ist schön, wie er angenommen wird“, freut sich die Blankenbergerin, die als Servicemitarbeiterin fürs Bezahlfernsehen in Schwerin arbeitet. Sie würde gern auch mal nach Irland reisen. Dafür sei es gut, sich mit dem Land etwas vertraut zu machen, „damit man nicht aus allen Wolken fällt“.

Nebenan erklingt „Rot ist die Rose“, ein Lieblingslied der „Irlichter“. Das lasse sich sehr vielfältig spielen, erklärt Dorothea Kunert, „ganz zart und schön, um sich dabei tief in die Augen zu schauen, aber auch aufgeregter, so dass nur ein Zuzwinkern möglich ist“. Die Band spielt beide Varianten. Und bei „Whiskey in the Jar “, das schon wahre Musikgrößen gespielt haben, geht es dann richtig ab.

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