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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2017 | 14:18 Uhr

Warin : Heimische Falter abgelichtet

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Naturparkzentrum Warin zeigt Udo Steinhäuser aus Plau am See ab kommenden Montag in einer Ausstellung Fotografien von Schmetterlingen.

Udo Steinhäuser aus Plau am See zeigt ab kommendem Montag im Naturparkzentrum in Warin Fotografien einheimischer Schmetterlinge. Gezeigt werden ausschließlich Fotos heimischer Falter, die in der Natur von Mecklenburg-Vorpommern, meist in der Umgebung von Plau, entstanden sind. Den Besucher erwarten nicht nur Fotos von Tagfaltern, sondern auch von Nachtfaltern.

Entgegen landläufiger Vorurteile sind Nachtfalter alles andere als „nur“ grau – davon können sich die Besucher der Ausstellung überzeugen.

Die Fotografie ist heutzutage ein probates Mittel, um Falter auf ganz andere Art „zu sammeln“ als früher. Damals wurden unzählige Falter gefangen, getötet und präpariert. Das ist heute kaum noch nötig und bleibt in geringstem Maße wissenschaftlich arbeitenden Fachleuten vorbehalten.

Schmetterlingsfreunde haben es da einfacher: Ein Druck auf den Auslöser der Kamera und das eben entdeckte Tier kann weiter fliegen. Und es gibt noch einen Vorteil: Früher war es nahezu unmöglich, die Raupen der Falter zu präparieren und zu zeigen. Heute kann man die vielfach skurrilen Falterraupen „einfach ablichten“ und hat so beste Naturdokumente der interessantesten Arten. Überhaupt wird bei der Beschäftigung mit den heimischen Schmetterlingen deutlich, wie viele schöne und nur wenig bekannte Arten es bei uns vor der Haustür noch gibt und was einige für interessante Lebensweisen haben. Dennoch ist Schmetterlingsfotografie alles andere als einfach. Man muss die Biologie der Tiere kennen, wann fliegt wo welcher Falter, an welchen Blümchen nippt er, an welcher Pflanze lebt die Raupe usw. Dann muss das Wetter stimmen, man selbst muss Zeit zur richtigen Schmetterlingszeit haben, es gilt sich anzupirschen, den besten Kamerawinkel und die beste Perspektive zu suchen und zu finden, und dann, ja dann hat man das Bild noch immer nicht „im Kasten“, da viele Falter ziemlich scheu sind und bei geringster Störung einfach davon fliegen. Die beste Zeit Schmetterlinge zu fotografieren liegt daher in den kühlen frühen Morgen- bzw. späten Abendstunden, wenn die Falter in der Vegetation ruhen. Dann muss man sie „nur“ noch finden.

Eine spezielle Kamera benötigt man nicht zwingend, eine Nahlinse bzw. ein Makroobjektiv sind dagegen sehr hilfreich. Jeder kann sich am Blumenbeet im eigenen Garten gern mal in der Schmetterlingsfotografie versuchen. Inspiration kann er sich ja vielleicht bei der Ausstellung im Naturparkzentrum in Warin holen ...

Das Falterreich ist auch in unseren Breiten noch erstaunlich vielfältig, auch wenn viele Falter aufgrund intensiver Landnutzung immer seltener werden. Fotograf Udo Steinhäuser würde sich freuen, wenn er mit seiner kleinen Ausstellung das Interesse für die bunten Schuppenflügler bei dem einen oder anderen Besucher wecken könnte.


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