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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 15:43 Uhr

Sternberg : Heimatmuseum geht in Winterpause

vom

Fast 1000 Gäste wurden in diesem Jahr im Sternberger Heimatmuseum gezählt.

Jetzt geht es bis zum Frühjahr in die Winterpause. Es wurden aber schon einige Ideen für das kommende Jahr entwickelt.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2012 | 09:58 Uhr

Sternberg | Die alten Porzellan-Puppen sind sicher verpackt. Das Puppenhaus aus Holz und der Kaufmannsladen mit den zahlreichen kleinen Schubladen wurden bereits ausgeräumt und sie kommen sorgfältig verstaut auf den Dachboden. Die Saison ist zu Ende und das Heimatmuseum geht in die Winterpause. Antje Kühl und Rosemari Hassel blicken zufrieden auf ihr erstes Jahr zurück. So viele Besucher hatte das Sternberger Museum lange nicht. "Die Besucher kamen aus ganz Deutschland. Wir hatten auch Gäste aus der Schweiz, den Niederlanden und Spanien", berichtet Antje Kühl. Fast 1000 Gäste wurden in diesem Jahr gezählt. "Die Resonanz war sehr gut. Die Leute fanden es sehr schön hier, so sortiert und gemütlich", erinnert sich Rosemari Hassel .

Beide Frauen arbeiteten auf Zuverdienst im Museum und stellten in ihrem ersten Jahr viel auf die Beine. In der Adventszeit präsentierten sie im gesamten Museum altes Spielzeug, das die Kinder nicht nur bewundern, sondern auch damit spielen konnten. Die meisten Spielsachen wurden dem Museum von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. "Am beliebtesten war der Kaufmannsladen aus Holz. Hier sind die Kinder immer wieder hingegangen", erzählt Rosemari Hassel.

Die Aktion, bei der die Besucher in alten Büchern stöbern konnten, sei hingegen nicht so gut angenommen worden. "Es sind so viele Schätze in den alten Schränken versteckt. Wir haben viele Bücher gefunden, alte Bibeln oder Kochbücher, in denen man blättern kann. Doch man muss auch genügend Zeit dafür mitbringen", so die Rentnerin, die auf 400 Euro-Basis gemeinsam mit ihrer Kollegin das Museum am Leben hielt.

Viele Besucher kamen auch mit Sonderwünschen in das Heimatmuseum. Sie suchten Informationen über ihre Ahnen oder wollten etwas über die Häuser in der Region wissen. "Unser Archive sind voll. Es sind viele Unterlagen im Laufe der Jahre zusammen gekommen. Alte Fotos, Zeitungsartikel oder Urkunden werden hier aufbewahrt", weiß Antje Kühl. "Viele Gäste, die ihre Wurzeln in Sternberg haben, fragen nach, ob es etwas über sie gibt. Doch es dauert schon ein bisschen, bis man sich im Archiv durchgearbeitet hat", fügt Rosemari Hassel hinzu. "Es ist aber auch spannend. So, als ob man kleine Schätze findet." Auch persönliche Erinnerungen sind den beiden Damen schon in die Hände gefallen. "Ich habe ein altes Foto von meinem Opa gefunden, da war er in der zweiten Klasse", erzählt Antje Kühl, die aus Sternberg stammt. "Es ist so viel Interessantes dabei, Sachen die man vorher auch gar nicht wusste. Sternberg ist sehr geschichtsträchtig und viele berühmte und bekannte Persönlichkeiten kommen ursprünglich aus der Stadt."

Antje Kühl und Rosemari Hassel haben schon einige Ideen entwickelt, die sie gern im kommenden Jahr umsetzen würden. Doch noch ist nicht entschieden, ob beide wieder im Museum arbeiten werden. "Wir würden uns freuen, wenn es im nächsten Jahr weiter geht", so Kühn. "Und wir wünschen uns auch, dass mehr Sternberger nächstes Jahr in das Museum kommen, und dass die Schulen mehr mit uns machen würden, vielleicht sogar im Geschichts- oder Geografieunterricht."

Im Januar und Februar wird das Heimatmuseum noch geschlossen bleiben. Die Eröffnung ist im Frühjahr 2013 geplant.

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