Brüel : Heimatgeschichte ist ihre Passion

 Gilda Hellmann hat für ein Foto die Schranktüren geöffnet, in dem u. a. verschiedene Gefäße gezeigt werden.
Gilda Hellmann hat für ein Foto die Schranktüren geöffnet, in dem u. a. verschiedene Gefäße gezeigt werden.

Gilda Hellmann öffnet dienstags und donnerstags die Heimatstube im Brüeler Bürgerhaus

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28. März 2016, 21:00 Uhr

Für ein Foto hat Heimatstubenleiterin Gilda Hellmann die Schranktüren weit geöffnet. Dort hat sie jetzt auch verschiedene Gefäße platziert. Ein Geschenk von Familie Däubler für den Fundus. „Ich habe mich darüber sehr gefreut. Auch wenn sämtliche Räume schon überfüllt sind, für besondere, einzelne Stücke findet sich ein Platz“, sagt die 77-Jährige. Bevor alte Sachen weggeworfen werden, sollte ruhig nachgefragt werden, ob es vielleicht doch etwas für die Heimatstube wäre, ermuntert sie.

Es sind vor allem Ältere, die durch die fünf Räume voller Geschichte im Brüeler Bürgerhaus schlendern. Um so mehr hat sie sich über den Besuch einer dritten Klasse der Grundschule gefreut. „Wir haben einen Rundgang gemacht und die Kinder haben viel gefragt. Die weiße Erika-Schreibmaschine und die alten Zylinder hatten es ihnen besonders angetan. Deshalb durften sie auch einmal darauf tippen und einen Zylinder aufsetzen“, erzählt sie. „Mit den Schülern hat es richtig Spaß gemacht!“

Viele interessante Begegnungen gibt es mit Nachfahren von ehemaligen Brüelern. Gilda Hellmann erzählt von einem Ehepaar aus Husum, Verwandte von Kuno und Hertha Wigger. Kuno Wigger war 1913 Gerichtsassessor am Amtsgericht in Brüel – dem heutigen Kulturknastfenster – und ein Jahr später zum Amtsrichter in Goldberg ernannt worden. Die Brüeler Zeitung hatte am 14. März 1914 mit Bild darüber berichtet. Gilda Hellmann bekam eine Kopie davon und wenige Tage nach dem Besuch einen Brief, in dem sich die Husumer bei ihr noch einmal sehr herzlich für das Gespräch bedanken.

„Es gibt auch ältere Brüeler, die zum ersten Mal herkommen“, weiß sie, dann aber fast immer ein zweites oder drittes Mal. Weil es so viel zu entdecken gibt in den fünf Räumen, die die 77-Jährige unterteilt hat in Wohnstube, Schulzimmer, Schlafstube mit Kinderwagen, Arbeitsraum mit Nähmaschinen und Waschmaschine sowie separat, weil durch den Flur getrennt, Küche.

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