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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 01:10 Uhr

Sternberg : Heimatgeschichte in Versen bewahren

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Gerhard Holst hat einen Neu-Kobrower mit Gedicht über die Region überrascht

von
erstellt am 13.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Kennengelernt haben sich Gerhard Holst und Hans-Ulrich Hiltensberger in einer Sternberger Gaststätte. „Ich saß mit meiner Lebensgefährtin an einem Tisch. Herr Holst kam und fragte, ob er sich dazusetzen darf“, erzählt Hans-Ulrich Hiltensberger (73), gebürtiger Kemptener. Vor einem Jahr ist er auf den Pollerhof in Kobrow gezogen.

Sich allein an einen Tisch zu setzen, sei ohnehin nicht sein Ding, erklärt Gerhard Holst. „Ich finde es schlimm, wenn es sieben Tische gibt und an jedem sitzt einer“, so der 81-Jährige. Als er gemerkt habe, dass sein Gegenüber aus dem Allgäu kommt, habe er kurzerhand noch ein Gedicht aus dessen Heimatregion vorgetragen.

Aus dem ersten Kennenlernen ist eine Freundschaft geworden, das „Sie“ dem „Du“ gewichen und das nicht nur, weil beide sogar Nachbarn sind.

„In meiner Heimatstadt und in der Umgebung habe ich jede Straße gekannt, jedes Schloss, jede Burg. Es hat mich einfach interessiert“, sagt Hiltensberger.

Und genauso will auch Gerhard Holst möglichst alles wissen. Bis auf 300 Jahre zurück kann er seine Ahnen benennen. Schon vor der Wende hat er mit dem Sammeln von historischen Unterlagen begonnen. Aus der Parchimer Ecke war er Anfang der 1960er-Jahre mit dem Diplom für Tierzucht in der Tasche nach Wamckow gekommen. „Meine Großmutter ist in Dessin geboren, mein Großvater in Klein Raden und mein Vater in Demen. Ich bin wieder genau dort, wo ich hingehöre“, sagt der 81-Jährige, den es nicht nur interessiert, wer seine Vorfahren waren, sondern auch, wie und wo sie gelebt haben. Um so mehr wertschätzt er die Aufzeichnungen von Pastor Bard und Pastor Schmaltz zur Sternberger Geschichte und hat sie inzwischen auch Ulrich Hiltensberger ans Herz gelegt.

 
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