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"Majestäten" landen im Slawenboot in Sternberg an : Heimatfest: Drei Königinnen geben sich die Ehre

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Erstmals im August und erstmals mit einer spektakulären Eröffnung: Zum 50. Geburtstag des Sternberger Heimatfestes wartet die Stadt mit einigem Neuem auf und hält doch an Bewährtem aus den vergangenen Jahren fest.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 05:31 Uhr

Sternberg | Erstmals im August und erstmals mit einer spektakulären Eröffnung: Zum 50. Geburtstag des Sternberger Heimatfestes wartet die Stadt mit einigem Neuem auf und hält doch an Bewährtem aus den vergangenen Jahren fest. 2012 war das 49. Heimatfest im Juni aus organisatorischen Gründen kurzfristig abgesagt worden. Die Stadt sei erst relativ kurzfristig mit ihrem Partner für das Fest, dem Seehotel, zusammengekommen, sagt der Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt. Das habe dazu geführt, dass man inhaltlich kein anspruchsvolles Heimatfest mehr hätte durchführen können. Die Absage der Traditionsveranstaltung hatte in Sternberg für großen Unmut gesorgt. Einzig der Heimatverein hatte auf dem Museumshof seinen Mecklenburgabend durchgeführt und auch die traditionellen Sportangebote hatten stattgefunden.

"Wir haben lange Zeit diskutiert, wie man es richtig macht und voriges Jahr auch einen Aufruf gestartet, um Hinweise zu bekommen", sagt Quandt. Kooperationspartner der Stadt ist wie schon 2011 der einheimische Gastronom Heino Keller. Sich auf einen Tag zu konzentrieren, habe man aber verworfen und hält am Grundgerüst fest. Das heißt, auch in diesem Jahr wird an drei Tagen gefeiert: vom 9. bis zum 11. August. "Der Gastronom hat relativ viel Aufwand und ein Karussell bekommt man auch nicht nur für einen Tag", gibt Quandt zu bedenken. Zudem würden viele, die nach ihren Schulabschluss in Sternberg jetzt weit verstreut leben, das Fest nutzen, um sich zu treffen; die Jungen die Abendveranstaltung am Freitag, die Junggebliebenen den Heimatabend.

Die Schausteller sind schon am Freitag vor Ort, das habe sich bewährt, weiß der Bürgermeister. Festort ist der Badestrand. Das war schon so, als er noch Kind war, erinnert er sich. "Das Zusammenspiel von Sportplatz, Badestelle und dem, was auf dem Wasser passiert, ist bei diesem Festplatz charakteristisch für Sternberg", schätzt auch Martin Bouvier, Leiter der Tourist-Info. Für Strand- und Tanzparty trägt der Sternberger Gastronom Verantwortung, für den Heimatabend der Heimatverein und für die anderen Programmpunkte die Stadt. Er freue sich "wenn alles wie angedacht funktioniert, damit wir hinterher sagen können, dass Fest ist uns gelungen", sagt Jochen Quandt. Allein für das Programm am Sonnabendnachmittag, das von vielen Vereinen aus der Region gestaltet wird, habe man mehrmals mit den Vorsitzenden zusammen gesessen, um sich abzustimmen. "Es gab viele Ideen von den Vereinen und davon lebt auch so ein Heimatfest", ergänzt Bouvier. So wollen z. B. Schüler mit Gästen ein Sternberger Band malen, für das es dann auch eine Nachnutzung geben soll.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung finden am Sonnabendvormittag wieder Sportwettkämpfe in Regie von Aufbau Sternberg statt. Die Segler veranstalten eine Opti-Oldy und laden zum Schnup persegeln ein. Ein Hingucker dürfte die Eröffnung des 50. Heimatfestes am Sonnabend (10. August) um 13 Uhr werden. "Wir haben drei Königinnen in Sternberg, eine Landesrapsblütenkönigin, eine Rosenkönigin und eine Schützenkönigin. Alle gehen mit dem Bürgermeister an Bord des Slawenbootes, das uns das Archäologische Freilichtmuseum zur Verfügung stellt, und kommen über das Wasser zum Heimatfest", kündigt Bouvier an. "An Bord ist auch eine Crew, die Königinnen müssen nicht selbst rudern", setzt Quandt schmunzelnd nach. Von der Drehleiter der Feuerwehr aus wird der Nachmittag dann moderiert. Und wer es sich von den Besuchern zutraut, kann damit auch einmal in 30 Meter Höhe fahren. Erstmals beim Heimatfest gibt es am Sonntag (11. August) auch einen Gottesdienst am See mit Live-Musik.

Dass das Heimatfest jetzt erst Anfang August stattfindet, ist der Wetterprognose geschuldet. In den Vorjahren hatte es zum Fest im Juni häufig geregnet. Zudem will die Stadt auch den hiesigen Urlaubern ein zusätzliches Angebot machen, sagt der Bürgermeister. "Für so eine Veranstaltung braucht man auch die Schulen, es dürfen in MV also noch keine Ferien oder keine mehr sein", sagt Martin Bouvier.

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