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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 15:19 Uhr

Ruchow/Brüel : Heiligabend nun wieder mit Orgel

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Am 24. Dezember waren herrliche Klänge in der Ruchower Kirche zu hören. Es war die erste Weihnacht mit dem neuen Pastor in Brüel.

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 16:54 Uhr

Die Metallteile glänzen schick im Licht, vom Holz scheint noch ein frischer Duft auszugehen, der Klang des Instruments verzaubert förmlich die Besucher: Mit dem Richborn-Positiv aus dem 17. Jahrhundert, das Anfang November nach der Restaurierung seinen Platz im Altarraum der kleinen Ruchower Dorfkirche erhielt, ertönt dort erstmals seit vielen Jahren wieder Orgelmusik beim Gottesdienst zum Heiligabend. Es die älteste Orgel in Mecklenburg.

„Es ist für mich die größte Freude an diesem Tag“, sagt Stefanie von Laer vom Förderverein „Historische Orgel zu Ruchow“. Die Musikpädagogin gestaltet den Gottesdienst ehrenamtlich und hatte in den Vorjahren ihr Keyboard dazu mitgebracht. Der 24. Dezember sei ein Fest für alle, ob Christ oder nicht, und ein einzigartiger Tag mit Erinnerungen und Sehnsüchten. Dieser Gedanke zieht sich wie ein
roter Faden durch ihre Andacht. Es werde die Geburt des Christkindes gefeiert.

Nach dem Richborn-Positiv kehrt die Schmidt-Orgel von 1796 aus der Werkstatt zurück. Das erneuerte und um den Teil erweiterte Gestell, den zuvor die umbaute Richborn-Orgel einnahm, ist auf der Empore bereits aufgebaut. Vor einem Jahr sei für die Orgel gesammelt worden, die jetzige Kollekte für einen Gedenkstein gedacht, der an die Flüchtlinge erinnern soll, die von 1945 bis 1947 wegen Krankheit oder Heimweh gestorben und auf dem Friedhof in Ruchow bestattet worden seien.

Von Laers Begeisterung für die restaurierte Orgel teilen auch Axel und Monika Becker, die aus Sternberg zu dem Gottesdienst gekommen sind. Er ist als Geschäftsführer des Biodieselherstellers EcoMotion bekannt, die Ehefrau stammt aus Ruchow, ging dort die ersten vier Klassen zur Schule und dann in Mustin. Sie finde die kleine Kirche sehr schön, sei hier getauft worden, wie übrigens auch von Laers Ehemann Justus, der das barocke Herrenhaus seiner Vorfahren in Tieplitz wieder übernommen hat.

In der Brüeler Stadtkirche führten Kinder und Erwachsene das Krippenspiel in einer kurzweiligen, modernen Fassung auf, die Gemeindepädagogin Annerose Wergien aus Kuhlen mit den Darstellern einstudiert hatte. Es war der erste Weihnachtsgottesdienst mit dem neuen Brüeler Pastor Rupert Schröder.

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