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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 19:03 Uhr

Warin : Hebekissen – der kleine Kraftprotz

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Neues Set in der Wariner Kreisfeuerwehrzentrale an die Feuerwehr Neukloster übergeben

von
erstellt am 02.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Das Hebekissen sieht auf den ersten Blick absolut unscheinbar und unspektakulär aus. Zusammen mit den Schläuchen und weiteren Dingen passen zwei Hebekissen bequem in einen metallenen Koffer.

Am Dienstagnachmittag nahm Lars Krasemann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neukloster, das neue Set in der Kreisfeuerwehrzentrale in Warin-Waldeck in Empfang. Für die bisherigen Kissen, obwohl noch funktionstüchtig, war die gesetzliche Nutzungsfrist nach zwölf Jahren abgelaufen.

Von der Größe her passt ein DIN-A4-Blatt auf das kleinere quadratische Hebekissen von 17,5 Zentimetern. Doch in Sekunden mittels Druckluft-Arbeitsflasche und acht Bar aufgeblasen, „hebt es zehn Tonnen an. Und das größere 24,5 Zentimeter große Kissen bringt es gar auf 20 Tonnen“, erläutert Krasemann. Eingesetzt wird solch ein Kissen zum Beispiel, „wenn eine Person in ihrem Fahrzeug eingeklemmt ist, ein Auto auf der Seite liegt bzw. bei einem Hauseinsturz oder wenn ein Baum auf ein Auto gefallen ist“, erklärt er. Solch ein Hebe- oder Kraftkissen, wie das flache Teil auch heißt, wird als Spaltmaß zwischengeschoben und dann aufgeblasen. So kann die Feuerwehr z. B. besser an ein auf der Seite liegendes Auto und die eingeklemmte Person herankommen.

„Mit Hebekissen sind alle Feuerwehren ausgestattet, die auch auf die Autobahn ausrücken“, betont Mathias Diederich, Stellvertreter der Landrätin im Nordwestkreis, der die Übergabe in der Kreisfeuerwehrzentrale vornahm. Und so verfügt auch die Wariner Wehr über diese „Kraft-Protze“. Zum Einsatz kommt das Hebekissen „vielleicht einmal im Jahr“, sagt Lars Krasemann. Es ist eben ein Helfer für besondere Notfälle – gerade auf Autobahnen.

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