Sternberg : Hausmeisterstelle war gleich weg

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In Sternberg gab es gestern erstmals ein Stellen-Café.

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04. März 2015, 17:04 Uhr

Es war noch nicht einmal 9 Uhr Mittwochmorgen, da hatten sich schon die ersten Besucher des erstmals in Sternberg durchgeführten Stellen-Cafés im Jobcenter eingefunden. Alle in der Hoffnung, hier vielleicht endlich eine Arbeit zu finden. Und in der Tat: Es dauerte gar nicht lange, da ging ein glückstrahlender Sternberger mit einer Zusage für eine Hausmeisterstelle in Brüel nach Hause. Inzwischen hatten die anderen Besucher, rund 50 an der Zahl, sich an den Aushängen informiert, welche Jobangebote es gibt und was sie interessieren könnte. Dann wurden sie in die Büros von Arbeitsvermittlern zum Einzelgespräch gebeten.

Bei Hartmut Baltzer vom Arbeitgeber-Service meldete sich eine junge Frau: Melanie Bade aus Mustin. Die 24-jährige alleinerziehende Mutter von drei Kindern (darunter Zwillinge) sucht eine Tätigkeit im Bereich der Landwirtschaft, speziell der Tierpflege. „Ich bin seit einem knappen Jahr arbeitslos“, erzählt sie, „habe vorher in Buchenhof bei Warnow als Melkerin gearbeitet. Jetzt würde ich gern in der Kälberpflege arbeiten – wegen der damit verbundenen günstigeren Arbeitszeiten und der Kinder.“ Und wie im Nachhinein zu erfahren war, gab es auch für sie ein akzeptables Angebot. Baltzer erklärte, dass vorrangig versucht werde, in die Ausbildungsberufe zu vermitteln. Hinzugezogen werden aber auch die Biografien und die letzten Tätigkeiten der Suchenden, um gemeinsam alternative Möglichkeiten zu prüfen.

Das Jobcenter-Café öffnete gestern zum ersten Mal in Sternberg. Ähnliche Angebote gab es zuvor schon in Parchim, Lübz, Hagenow und Ludwigslust. Und das durchweg mit großem Interesse und positivem Echo. Und damit rechnet man auch in Sternberg.

„Wir wollen Stellenangebote in lockerer Form präsentieren und mit den Jobsuchenden ins Gespräch kommen“, sagt Petra Weis, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. „Und gleichzeitig nach Alternativen suchen.“

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