Groß Raden : Halali für Füchse und Schalenwild

Treffsichere Schwarzwildschützen wie Stefan Fischer, Stefan Teschner und Horst Grimm (83) ehrte Jagdherr Thorsten Zander (v.r.) mit einem Tannenzweig.
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Treffsichere Schwarzwildschützen wie Stefan Fischer, Stefan Teschner und Horst Grimm (83) ehrte Jagdherr Thorsten Zander (v.r.) mit einem Tannenzweig.

An der traditionellen Drückjagd im Revier „Groß Görnow I - Sagsdorf“ nahmen viele Inhaber von Begehungsscheinen teil

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22. November 2015, 19:12 Uhr

Große Erleichterung bei den Inhabern der so genannten Begehungsscheine: Thorsten Zander als Einzelpächter des Jagdreviers „Groß Görnow I - Sagsdorf“ ließ die diesjährige Drückjagd nicht ausfallen. Zwar hatte dem Jagdherrn die Endphase der Sanierung seines 1995 erworbenen Gutshauses in Groß Raden noch einmal viel Zeit abverlangt, „doch das gesellschaftliche Element dieser Form einer Jagd war mir zu wichtig.“

Einige Treiber und mindestens zwei Stöberhunde hatten dafür gesorgt, hauptsächlich paarhufiges Schalenwild vor die stehenden Jäger zu bringen – meist Schwarzwild (Wildschweine). Prompt wurden eine etwa zweijährige Bache und zwei Frischlinge zur Jagdbeute. Ihnen galt das musikalische Signal „Sau tot“ von der Bläsergruppe des Hegerings Weiße Krug (Gemeinde Blankenberg). Außerdem wurden die Jäger Horst Grimm (83), Stefan Teschner und Stefan Fischer für ihre Treffsicherheit vor versammelter Mannschaft öffentlich ausgezeichnet.

„Rotwild wie beispielsweise einen majestätischen Hirsch haben wir lediglich zu Gesicht bekommen, aber nicht erlegt.“ Das Tieraufkommen, so bedauerte Zander nach der Jagd, sei ohnehin nicht so stark wie in den Vorjahren gewesen. „Treiber und Hunde haben dennoch ihr Bestes gegeben.“

Auch zwei Füchse konnten erlegt werden und zierten die Strecke. „Für deren Abschuss sind uns die Halter von Lämmern ziemlich dankbar“, wusste Zander. Als Schützen wurden mit dem Blassignal „Fuchs tot“ Knut Tschammer und Norbert Ramcke geehrt. Das „Halali – Jagd vorbei“ leitete über zum so genannten Schüsseltreiben, dem geselligen Teil der Drückjagd.

Bei der Drückjagd wird das Wild in seinen Einständen mobil gemacht und kommt den an den Wildwechseln positionierten Jägern meist relativ langsam nahe. Dadurch kann das Wild in der Regel gut angesprochen werden und gemäß den Vorgaben des Jagdleiters tierschutzgerecht erlegt werden. Ziel der Drückjagd ist, durch möglichst wenige Störungen im Jahr den vorgeschriebenen Schalenwildabschuss zu gewährleisten, dem Wild dauernde Störungen zu ersparen und den Wald vom Verbiss zu entlasten. Drückjagden finden ab dem Hubertustag (3. November) über den Winter und nur bei Tageslicht statt. Im Verlauf der meist zweistündigen Jagd sollen möglichst alle Dickungen auf der bejagten Waldfläche von Hunden durchstöbert werden. Bei der Drückjagd kommen vornehmlich Büchsen (Gewehre mit gezogenem Lauf) zum Einsatz. Die Drückjagd sollte nicht mit der Treibjagd verwechselt werden. Dabei wird meist im Feld und auf Niederwild gejagt, wobei dort eine größere Anzahl von Treibern eingesetzt wird. Auch werden bei dieser Jagdart fast ausschließlich Schrotflinten eingesetzt. 



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