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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Dezember 2017 | 20:44 Uhr

Brüel : Gute Signale für Bauherrn

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Brüeler Stadtvertreter kippten mehrheitlich zwei ihrer früheren Beschlüsse zu Vorhaben des Agrarhofes.

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Die Tagesordnung für die Stadtvertretersitzung vorgestern Abend im Brüeler Rathaus hatte es vermuten lassen: Das Bürgerinteresse war groß. Wieder reichten die Plätze im Saal längst nicht aus, so dass viele vom Flur aus Debatte und Abstimmung nur akustisch verfolgen konnten.

Zum Beschluss stand erneut der nunmehr geänderte Antrag des Agrarhofes Brüel zum Neubau eines Gärreste-/Güllelagers und für den Umbau von zwei Stallgebäuden in Neu Necheln. Neu ist z. B., dass der Bauherr auf den Einsatz eines Zeltdaches verzichten wolle. Für einen ersten Bauantrag hatten die Stadtvertreter im Juli 2014 kein Einvernehmen erteilt. Dies sollte mit neuem Beschluss bekräftigt werden.

Die Abdeckung habe sich geändert, es bestehe aber immer noch eine Gefährdung für die Wasserwirtschaft, erklärte Nadine Borawski (Fraktion Die Linke) und verwies auf die ungeklärte Trinkwassersituation in Necheln. Gleich nach Bekanntwerden der Hauswasserbrunnen-Problematik habe sich die Stadt gemeinsam mit Landkreis, mea, die das Wasserwerk in Brüel betreibt, u. a. um eine Lösung bemüht, erklärte Bürgermeister Jürgen Goldberg (Die Linke). Geklärt werden müsse, ob die Wasserversorgung künftig über eine Ringleitung von Golchen nach Brüel erfolgen solle oder ein tieferer Brunnen gebohrt werde. Angesichts der wenigen Einwohner sei aber mit hohen Kosten zu rechnen, verschwieg er nicht.

„Die mea hat noch keine Zuarbeit geleistet. Wir bleiben dran“, versicherte Goldberg. Hans-Heinrich Erke (SPD) empfahl, diese Entscheidung abzuwarten und erst dann die über den Bau des Gülle/Gärrestebehälters folgen zu lassen.

Der Bauausschuss empfehle mehrheitlich, kein Einvernehmen zu erteilen, erklärte Torsten Lange (SPD). Im Umweltausschuss habe es dazu keine Abstimmung gegeben, so André Prätorius (Fraktion Die Linke). Mit fünf Ja- und sieben Nein-Stimmen lehnte die Stadtvertretung die Versagung des gemeindlichen Einvernehmens ab.


Namentlich abgestimmt


In einer zweiten Vorlage sollte die Stadtvertretung an diesem Abend ihren Beschluss von Juli 2014 zum Ausbau der Zufahrtsstraße nach Keez/ Keezer Damm aufheben und ihr Einvernehmen für den Betrieb einer Rinder- und Biogasanlage in Keez erteilen.

Es sei wichtig, zu investieren und dass sich die Landwirtschaft in Brüel verändere, erklärte Bürgermeister Jürgen Goldberg. Bevor man aber Ja sage, müsse man eine Menge Bedenken ausräumen. Er nannte u. a. die völlig unzureichende Zuwegung über den Keezer Damm und die „nicht ganz ausgeräumten“ Umweltbelange. Ein jetziges Versagen wäre kein generelles Nein zur Stallanlage, so Goldberg.

Der Bauausschuss empfahl der Stadtvertretung mehrheitlich, zuzustimmen, der Umweltausschuss empfahl das Gegenteil.

 
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