Warin : Grundschule will noch mehr Natur

Ein Mann vom Fach ist auch dabei: Stefan Möller, Diplomingenieur für Garten- und Landschaftsbau. Er hat das nötige Werkzeug und hilft mit Rat und Tat. Die Kinder seiner Freundin gehen in die 2. und 4. Klasse.
3 von 3
Ein Mann vom Fach ist auch dabei: Stefan Möller, Diplomingenieur für Garten- und Landschaftsbau. Er hat das nötige Werkzeug und hilft mit Rat und Tat. Die Kinder seiner Freundin gehen in die 2. und 4. Klasse.

Mit dem Naturpark Sternberger Seenland wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Im Schulgarten wirken schon viele fleißige Hände.

23-11368168_23-66107976_1416392459.JPG von
02. Juni 2015, 20:25 Uhr

Die Grundidee kommt aus Österreich, wo Naturparks und Schulen schon länger miteinander kooperieren. Daraus hat der Verband Deutscher Naturparke das Beispielprojekt „Naturpark-Schule“ entwickelt. Im Mai habe es im Teutoburger Wald erneut eine Beratung dazu gegeben. Mit ausgewählten Naturparks sei angefangen worden, es umzusetzen, in MV bislang allein am Stettiner Haff, erklärt Jan Lippke, stellvertretender Leiter im Naturpark Sternberger Seenland.

Parallel hatte sich die Wariner Grundschule „Fritz Reuter“ an ihn gewandt, um die Zusammenarbeit auszubauen. Das habe trefflich gepasst, so Lippke. „Wir sehen uns als grüne Schule, sind immer bemüht, die Natur einzubeziehen“, begründet Schulleiterin Dagmar Arndt. Es sei „viel schöner und einprägsamer“, wenn die Kinder im direkten Kontakt die Natur kennen lernen, sie selbst erleben, als nur im Sachkunde-Unterricht, der Vorstufe für die naturwissenschaftlichen Fächer ab fünfter Klasse, darüber sprechen.


Von Streuobstwiese bis Kräuterspirale


Die Arbeitsgemeinschaft mit Rita Klammer aus Brüel, ein Angebot der vollen Halbtagsschule, habe bereits einiges bewirkt. Schritt für Schritt gehe es jetzt auch im Schulgarten voran. Dieser soll so gestaltet werden, dass er in und außerhalb des Unterrichts mehr genutzt werden könne und auch nach außen offen sei, sagt die Schulleiterin. „Wir haben vieles angefangen und wollen das jetzt richtig in Angriff nehmen.“ Dazu gehören Streuobstwiese, Weidendom, Hochbeet und Kräuterspirale. Für Letztere wurde bei einem weiteren Arbeitseinsatz der Boden ausgehoben. Der Bauhof der Stadt fahre den nötigen Kies heran. Die Benjes-Hecke, aus Weidenästen und anderen Zweigen aufgeschichtet, macht sich schon jetzt gut. „Wir bekommen viel Unterstützung von Eltern und dem Schulverein“, freut sich Arndt. „Einer kann dies, ein anderer was anderes. Das macht richtig Spaß“, so Sven Koch, seit etwa zwei Jahren Vorsitzender des Schulfördervereins. Sein Sohn Richard gehe in die zweite Klasse, Fränze mit ihren drei Jahren in die Kita und in ein paar Jahren auch in die Grundschule.

Der Kooperationsvertrag ist erst ein Teilschritt zur Naturpark-Schule, sind sich Dagmar Arndt und Jan Lippke einig. Er regele, wer was macht, um das erarbeiten zu können, was für die Verleihung von Plakette samt Urkunde gefordert wird. Sie gilt für fünf Jahre. Dann muss sich die Schule neu bewerben. Doch es bleibe eine gemeinsame Aufgabe zwischen den drei Säulen Naturpark, Schule und Kommune. „Wir sind schon jetzt oft mit Klassen unterwegs, um Wissen zu vermitteln “, so Lippke. Die Kinder sollten gerade dort, wo die Natur vor der Haustür liegt, lernen, sie zu lieben und zu beschützen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen