Sternberg : Grünschnitt zum Kompostieren

Wird Hilfe gebraucht, ist Volker Godow (M.) vom Bauhof gleich zur Stelle, sagt die Sternbergerin Eveline Funke anerkennend. Manchmal fährt sie den Grünschnitt allein zum Kompostlager, doch diesmal begleitet sie Ehemann Georg.  Fotos: Rüdiger Rump
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Wird Hilfe gebraucht, ist Volker Godow (M.) vom Bauhof gleich zur Stelle, sagt die Sternbergerin Eveline Funke anerkennend. Manchmal fährt sie den Grünschnitt allein zum Kompostlager, doch diesmal begleitet sie Ehemann Georg. Fotos: Rüdiger Rump

Sternberger können Gartenabfälle mittwochs und sonnabends kostenlos abgeben. Bei ständiger Öffnung waren viel Müll, Bauschutt und anderer Unrat enthalten.

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15. März 2016, 21:00 Uhr

So richtig Spaß macht es im Garten noch nicht. Doch was der Winter dort hinterlassen hat, muss langsam entfernt werden, um Platz zu machen für das nachwachsende Grün. Und das Wetter soll jetzt besser werden, sagen die Meteorologen. In Sternberg besteht seit diesem Monat wieder die Möglichkeit, Grünschnitt und andere Gartenabfälle mittwochs und sonnabends auf dem Kompostierplatz neben der Motocrossbahn kostenlos abzugeben.

Davon würden viele Bürger Gebrauch machen, bestätigt Volker Godow vom Bauhof der Stadt. „Heute Vormittag war ständig Betrieb. Im Garten wird klar Schiff gemacht, das geht nun los. Die Leute kommen mit Pkw-Anhängern oder haben Säcke im Kofferraum.“ Manche würden drei-, viermal am Tag vorfahren. „Der Sonnabendnachmittag verläuft etwas ruhiger, doch nach und nach rollen auch jetzt Pkw auf den Platz.


Immense Kosten für Grüncontainer


Eveline und Georg Funke haben Hortensien und was noch trocken war, abgeschnitten. „Dabei habe ich die erste blühende Tulpe entdeckt, ganz in Rot an einer geschützten Stelle“, freut sich die Sternbergerin und zeigt auf dem Handy ein Foto. Aus dem Südharz nahe dem Kyffhäuser stammend, lebt sie schon seit 53 Jahren hier.

Das mit dem Kompostlager sei einwandfrei, finden Funkes. Vorher der Grüncontainer habe zwar bei ihnen gleich um die Ecke gestanden, sei aber ständig voll gewesen. „Vor allem, wenn es mit dem Rasenschnitt los geht. Und loses Gestrüpp nimmt auch viel Platz weg“, sagt Eveline Funke. „Hier läuft es bestens.“ Und wenn sie die Gartenabfälle allein wegfahren müsse, sei Volker Godow sofort zur Stelle und fasse mit an.

„Das ist hier hervorragend, sobald Gartenabfälle anfallen“, meint Wolfgang Kühn. „Früher zum Container brauchte man gar nicht zu gehen. Und was da alles abgeladen wurde – Autoreifen, Windeln und so viel Zeug, was da überhaupt nicht hinein gehörte.“ Eine „feine Sache“ sei es auch, für wenig Geld gleich gesiebte Erde mitnehmen zu können. „Letztes Jahr habe ich welche zum Auffüllen gebraucht. Mir gefällt das Ganze sehr gut.“ 2016 bringe er zum ersten Mal Grünschnitt weg, und nun gehe es gleich weiter zum Einkaufen.

Finanziert wird der Kompostierplatz vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, erklärt Dietmar Merseburger, Leiter des Sternberger Bauhofes. Zuvor seien immense Kosten beim häufigen Leeren der Container angefallen. Diese seien zwar jedes Mal soweit wie möglich gefüllt gewesen, es sei aber auch viel Luft transportiert worden. Und die Beobachtung von Wolfgang Kühn könne er nur
bestätigen: Mit den Gartenabfällen hätten manche unbelehrbare Bürger immer wieder Sperrmüll, Bauschutt und anderes entsorgt. Wie vor Jahren, als der Kompostierplatz durchgehend geöffnet war und es keine Kontrolle bei der Annahme des Grünschnitts gab. Daran erinnert sich auch Volker Godow noch. Es seien blaue Säcke, Betonteile und sonst was darunter gewesen.

Äste, Tannengrün und selbst jetzt noch Weihnachtsbäume werden geschreddert und mit den Gartenabfällen unterschiedlichster Art dann zusammengeschoben. „Das bleibt etwa zwei Jahre liegen, bis es verrottet ist, und wird dann gesiebt“, erklärt Godow. Letzteres besorge eine Fremdfirma, was mit dem Radlader zu erledigen sei, würden Mitarbeiter des Bauhofes machen. Der Radlader sei oft mittwochs auf dem Platz. Wer dann mit dem Pkw- Anhänger Erde mitnehmen will, hat Glück, die nicht von Hand selbst aufladen zu müssen. Ein Kubikmeter koste sechs Euro.

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