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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 15:47 Uhr

Warin : Grüne Oase mit neuem Gesicht

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der zweite und dritte Bauabschnitt zur Umgestaltung des August-Cords-Parks in Warin wurden beendet. Über zwei Drittel der Gesamtkosten wurden gefördert.

von
erstellt am 04.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Noch wirkt alles ziemlich kahl. Die junge Hainbuchenhecke, die den neuen Parkplatz einfasst, trägt trockene Blätter, von denen der kräftige Wind immer mehr wegbläst. Auch die drei Weißdornbäumchen zur Straße warten auf das Frühjahr. „Wenn die Vegetation einsetzt und alles Grün wird, sieht das hier richtig schön aus“, kann sich Alexander Wittstock vom Bauamt Neukloster-Warin schon jetzt vorstellen. „Ich denke, im Sommer wird dieser Platz gut angenommen“, meint auch Bürgermeister Michael Ankermann, als er gemeinsam mit dem Projektbetreuer vom Amt den umgestalteten August-Cords-Park am Ende des zweiten und dritten Bauabschnitts in Augenschein nimmt.

Der neue Parkplatz schräg gegenüber der alten Mühle bietet zwölf Pkw-Stellflächen, einen für Autofahrer mit Behinderung. Für das Parken seien keine Einschränkungen angedacht, sagt der Bürgermeister. Nur wenn der Platz ständig durch Dauerparker belegt sei, müsse neu nachgedacht werden.

Die Stellflächen haben ein Drainfugenpflaster, das leichten Regen gleich aufnimmt. Sollte es aus den Wolken schütten, kann das Wasser in Mulden gleich dahinter laufen. Hier stehen drei Birken, ebenfalls frisch angepflanzt. Die Birke nehme im Vergleich zu anderen Baumarten besonders viel Wasser auf, so die Begründung. Hinter der Hainbuchenhecke laden zwei Bänke zum Verweilen ein. Wer dort sitzt, blickt auf den mehr oder weniger angestauten Mühlenbach. Vom gepflasterten Weg führen drei Betonstufen bis zu ihm hinab, die Böschung bekam Rasensaat. Im Frühjahr werde geschaut, ob noch nachzusäen sei.

Der Durchgang zum August-Cords-Park erhielt eine wassergebundene Wegedecke mit einer dynamischen Schicht darunter. Hier führte die Umleitung durch, als die 90-Grad-Kurve zwischen Wismarscher Straße und Mühlentor ausgebaut wurde. Der Weg hat jetzt eine Breite von 2,50 Metern. In der Mitte stehen Poller, „damit niemand aus Gewohnheit von der Umleitung mit dem Auto durchfährt“, sagt der Mitarbeiter des Bauamtes schmunzelnd und freut sich, dass überhaupt nicht mehr zu erkennen ist, dass sich hier vor weniger als einem halben Jahr Blechkolonnen durchquälten.

„Mit den Wegen im Park gab es arge Probleme“, sagt Ankermann. „Radlader haben tiefe Furchen gezogen. Es sind nun mal Fußwege, für so ein Gewicht nicht ausgelegt. Es wäre auch nicht gut, ständig mit Pkw darüber zu fahren.“

Die Ecke gegenüber den Garagen gefällt Ankermann noch nicht. Der breite Streifen lade zum Parken ein, doch das sei an dieser Stelle nicht vorgesehen. Deshalb werde der Kniegurtzaun nach vorn gerückt. Damit wäre gleichzeitig die alte Eiche, ein Naturdenkmal, besser geschützt.

Überarbeitet wurde auch der gesamte Eingangsbereich von der Wismarschen Straße zum Park; die kniehohe Mauer entfernt, das Gelände auf eine Ebene gebracht und ein Kniegurtzaun gesetzt. Bei den Erdarbeiten fand die Landschaftsbaufirma den alten Stein, der als Ablauf an der Schwengelpumpe diente und dort wieder seinen Platz fand.

Der nun mit Tiefbord eingefasste Parkweg, über den die Anwohner der Wismarschen Straße von hinten an ihre Grundstücke gelangen, erhielt Gussasphalt, der leicht aufgehellt wurde. „Das ist ein Geschenk der Stadtvertretung an die Anwohner, die dafür keinen Cent bezahlen müssen“, erklärt der Bürgermeister. Es sei ein verkehrsberuhigter Bereich mit Einbahnstraßenregelung – gegenüber dem Fleischerladen gehe es hinein und beim „Hotel am Wariner See“ wieder heraus. Das sei mit den Anliegern vorher besprochen worden. Dieser Weg parallel zur Wismarschen Straße erhielt seitlich Streifen mit so genannten Rasenlinern. Aus dem Substrat dazwischen soll es grünen. Die Streifen sind ebenfalls nicht zum Parken gedacht, sondern sollen lediglich den Anliegern die Einfahrt auf ihre Grundstücke erleichtern. Ohne Straßenverkehr werde der Park enorm aufgewertet, ist der Bürgermeister überzeugt.

Die Kosten für den zweiten und dritten Bauabschnitt betragen 208 000 Euro, 142 000 Euro und damit mehr als zwei Drittel flossen aus der Iler-Förderung.

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