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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 00:14 Uhr

Häckslerbrand : Großschaden auf dem Maisfeld

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zwischen Stieten und Wamckow brennt ein Häcksler komplett aus.

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 18:22 Uhr

Bei manchen stand das Mittagesssen gerade auf dem Tisch, da wurden die freiwilligen Feuerwehren Kobrow und Sternberg alarmiert. Gestern kurz nach halb zwölf war mitten auf einem Maisfeld zwischen Stieten und Wamckow ein Häcksler in Brand geraten. Rund 30 Feuerwehrleute rückten mit drei Löschfahrzeugen und einem Mannschaftstransporter an, zählte Amtswehrführer Olaf Schröder aus Kobrow auf. „Zum Glück bekommen wir am Wochenende genug Leute zusammen. Am Montag wäre es vielleicht die Hälfte gewesen.“ Der Brand war schnell unter Kontrolle, die Löschkräfte konnten aber nicht verhindern, dass die Erntemaschine völlig ausbrannte und Totalschaden entstand. Der Schaden beläuft sich auf rund 350 000 Euro.

Nach Angaben von Eckhard Muckermann, Leiter für Pflanzenproduktion bei der Mecklenburger Güter- und Dienstleistungsgesellschaft (MGD) im Bereich Wamckow, hat es am Häcksler einen Lagerschaden gegeben. „Späne und Staubnester, die sich bei dieser trockenen Witterung bilden, haben sich dann entzündet“, erklärte Muckermann den Hergang. Der Fahrer, dem außer einem gehörigen Schreck nichts passierte, habe den Brand bemerkt und versucht, ihn mit dem Feuerlöscher zu bekämpfen, doch vergebens.

„Bei einem Entstehungsbrand lässt sich mit Feuerlöschern was ausrichten, aber nicht bei diesem Ausmaß“, meinte Einsatzleiter Manfred Kelch, der Kobrower Wehrführer. Gut, dass alle Löschfahrzeuge Wasser auf der Achse hätten. Dadurch konnte wirkungsvoll Schaum eingesetzt werden. „Der rettet heute zwar nicht die Technik, wir bekommen den Brand aber schneller unter Kontrolle“, so Schröder. „Halber Schaum würde verpuffen.“ Die beiden Fahrzeuge der FFw Sternberg hätten insgesamt 5000 Liter Wasser an Bord, das aus Kobrow weitere 2500. Dem werden drei Prozent eines Mittels zur Schaumbildung beigemischt, wie etwa beim heimischen Abwasch. Das kommt aus Kanistern. Mit dem Schaum wird dem Brandherd der Sauerstoff entzogen. Zum Ende reduzierte der Einsatzleiter den Schaumbildner auf ein Prozent. Zum Kühlen reiche diese Dosis völlig aus, sagte Kelch. „So als Netzmittel hält es sich besser auf der noch heißen Maschine, blankes Wasser würde weglaufen.“

Eine Brandwache sei in diesem Fall nicht notwendig. Es werde noch eine Weile abgewartet und zum Abschluss eine Wärmebildkamera eingesetzt, um sicher zu gehen, dass sich kein Glutnest verborgen hat.

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